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Ka, Ba und Ach

Körper, Seele und Geist in der altagyptischen Mythologie

Ägypten

Ba - kleine Statuette als Vogel

Ba als kleine Statuette,  als Vogel mit einem menschlichen Kopf.  Luxor Mumifizierungsmuseum.

 

Szene aus dem Totenbuch

Darstellung von Ach auf den Wandtafeln im Luxor Mumifizierungsmuseum, die den Weg vom Tod bis zur Beerdigung aufzeichnen.

Jenseitsführer auf Papyrus

Jenseitsführer auf Papyrus für den Wirtschaftsvorsteher Sesech, hieroglyphisch aus der 20. Dynastie im Neuen Reich. Szene mit Ach in der Abbildung als Vogel..

 

Ba - Hieroglyphe aus dem Grab von Pharao Siptah

Hieroglyphe aus dem Grab des Pharao Siptah, KV 47 im Tal der Könige in Theben-West.

 Ka, Ba und Ach

Nach der altägyptischen Mythologie war man fest in dem Glauben, jeder Mensch bestehe aus mehreren Aspekten des Seelischen. Es gab den Ka, den Ba und den Ach. Während der Ka und Ba reine Freiseelen waren die schon mit der Geburt zum Menschen kamen, war der Ach eine existenzielle Form  die man erst nach dem Tode erlangen konnte, indem der Tote sich die Ach-Kraft aneignet und dadurch zum Ach wird.

In der Mythologie war es der Schöpfergott Chnum der den Menschen formte, er gab ihm nicht nur den Körper sondern auch die Eigenschaften für das Leben, mit dem Ka die Lebenskraft, mit dem Ba die Seele und mit dem  Ach die göttliche Kraft, den persönlichen Geist des Menschen. Nach dem Glauben der alten Ägypter durfte keines dieser drei Element fehlen, der Mensch könnte nicht mehr existieren. Es war daher immer sehr wichtig, dass Opfergaben dargebracht wurden, entweder in realistischer Form oder als bildliche Darstellung. Außerdem war das gesprochene Wort mit Opferformeln von großer Bedeutung.

Ka die Lebenskraft

In der ägyptischen Mythologie ist der Ka ein Element des Seelischen, er überdauert den Tod des Menschen und verläßt den Körper des Verstorbenen und existiert in eigenständiger Form weiter nimmt also keine Verbindung mehr mit dem Leichnam auf. Der Ka wird mit zwei erhobenen Armen dargestellt und ist die Lebenskraft die den Menschen auch nach dessen Tod ewig begleitet. Damit das Weiterleben des Verstorbenen auch im Jenseits gesichert werden kann, müssen die Bedürfnisse  des Ka  durch Nahrungsmittelopfer befriedigt werden.

Ba die Seele

Die Seele des Menschen und der Götter wurde im alten Ägypten  Ba genannt. Nach dem Tode verwandelte sich das Ba in ein Tier. Man stellte den Ba  als Vogel mit einem Menschenkopf dar, manchmal zusätzlich auch mit Händen. Man glaubte, der Ba könne aus dem Grab heraus- und wieder hineinfliegen. In den Totenbüchern wird der Ba beschrieben als Falke, der zum Himmel fliegt und auch zurückkehrt.

Ach die göttliche Kraft

Die alten Ägypter glaubten fest an den Ach,  die göttliche Kraft, sie war ewig und unveränderlich. Er konnte die Gestalt des Verstorbenen oder die eines Schopfibisse(auch Waldrapp, Geronticus eremita), annehmen. Um ein Ach zu werden, war es eine notwendige Voraussetzung würdevoll  mit allen Ritualen bestattet worden zu sein, denn der verstorbene Mensch konnte erst im Jenseits zu Ach werden, wenn sich Ka und Ba wieder mit dem Körper des Verstorbenen vereinten. Aus Pyramidentexten der 6. Dynastie im Alten Reich kann man die Notwendigkeit des Ach-Werdens erfahren.”der Ach gehörte zum Himmel und der Leichnam zur Erde”.

Ba - Szene aus dem Totenbuch

Darstellung von Ba aus dem ägyptischen Totenbuch auf den Wandtafeln im Luxor Mumifizierungsmuseum, die den Weg vom Tod bis zur Beerdigung aufzeichnen.

Ka des Auibre-Hor

Die Weltberühmte Holzstatue des Ka des Auibre-Hor (Hor I.) Pharao aus der 13. Dynastie um etwa 1732 v. Chr. (2. Zwischenzeit). Das Gesicht wird von einer breiten gestreiften Perücke umrahmt. Die leuchtenden Augen aus Bergkristall, Quarz und Bronze geben dem Gesicht ein lebendiges Aussehen. Die erhobenen Arme und Hände bilden die Hieroglyphe für die “Lebenskraft” des Verstorbenen. Ägyptisches Museum Kairo

Ka Hieroglyphe im Grab von Sethos II.

Das hieroglyphische Zeiches des Ka im Grab von Sethos II. im Tal der Könige KV 15 in Theben - West.

Ba auf einem Sarkophagdeckel

Sarkophagdeckel aus Granit mit der klassischen Darstellung des Ba von Djehapimu, Rechnungsbeamter des Pharao aus der Spätzeit zwischen 746 - 332 v. Chr. Ägyptisches Museum Berlin

 

 

 

 

 

Fotos: (c) Michael Kürschner (4), Christel Selke (4)

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