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W├╝rfelhocker

Statuenform als Kubuid f├╝r verm├Âgende Privatleute

Ägypten

W├╝rferlhocker

Einen au├čergew├Âhnlichen W├╝rfelhocker aus Granit zeigt den Senenmut, er war  oberster Architekt des weiblichen Pharao Hatschepsut aus der 18. Dynastie im Neuen Reich. Au├čerdem hatte er noch die Aufgabe Erzieher und Besch├╝tzer ihrer Tochter der Prinzessin Neferure zu sein.  Dieser W├╝rfelhocker bringt das Besch├╝tzende besonders zur Geltung. Senenmut h├╝llt die kleine Neferure in seinem Mantel ein. Das untere Foto zeigt ein Detail vom W├╝rfelhocker mit Senenmut und der kleinen Prinzessin Neferure.      ├ägyptisches Museum Berlin

W├╝rferlhocker

 

 

 

Fotos: (c) Michael K├╝rschner (3), Christel Selke (3)

 

 W├╝rfelhocker

Die alt├Ągyptische Kunst kannte verschiedenen Darstellungen von Statuen, die von K├Ânigen und Privatpersonen gleicherma├čen genutzt wurde. Seit dem Mittleren Reich in der 12. Dynastie zeigt die Kunstrichtung der Statuendarstellungen eine weitere Variante, in der nur Privatpersonen und fast nur M├Ąnner dargestellt wurden. Richtig poul├Ąr wurde der W├╝rfelhocker allerding erst zum Ende des Neuen Reichs, der 3. Zwischenzeit und in der Sp├Ątzeit. Bei dieser Statuenform handelt es sich um einen W├╝rfelhocker oder auch Kubuid genannt. Die Statuen haben eine w├╝rfelartige Form. Die Knie  der dargestellten Personen sind in Sitzhaltung angezogen und oft liegen die  verschr├Ąnkten Arme und H├Ąnde auf der Oberfl├Ąche des “W├╝rfels”. Der K├Ârper ist scheinbar umh├╝llt von einem mantelartigen Gewand. Nur der Kopf ist haupts├Ąchlich zu sehen, nicht selten sind auch die F├╝├če angedeutet oder unbedeckt dargestellt.

F├╝r die schaffenden K├╝nstler war die w├╝rfelartige, kubuide Form sicherlich einfacher in der Herstellung als alle anderen Statuen und die glatten Au├čenfl├Ąchen des W├╝rfels erm├Âglichten es viele Inschriften anzubringen. Die textlichen Informationen, waren nicht so streng geregelt  wie bei den Statuen f├╝r die k├Ânigliche Familie.  Hier konnten die meist verm├Âgenden Privatpersonen Individuelle Inschriften anbringen. ├ťblich waren der Name, der Titel, Texte aus dem pers├Ânlichen Leben und nicht selten auch religi├Âse Opferformeln und das nicht ohne Grund, denn solche Kubuide wurden meist in Tempeln aufgestellt und da war es dann von besonderer Bedeutung, wenn der Inhaber dieser Statue mit Namen und Titel identifiziert werden konnte.

 

W├╝rferlhocker

W├╝rfelfigur des Hor, einem Amunpriester in Karnak aus der 3. Zwischenzeit in der 23. Dynastie um 775 v. Chr.

W├╝rferlhocker

W├╝rfelfigur des Sennefer, Oberdom├Ąnenverwalter des K├Ânigs und Priester unter Amenophis III. aus der 18. Dynastie im Neuen Reich. um 1388-1351 v. Chr.

W├╝rferlhocker

Wesir Nespeka-schuti in der klassischen Form einer W├╝rfelhocker-Statue aus der 3. Zwischenzeit 851-799 v. Chr., Nespeka-schuti war ein Priester des Amun und der Maat, der G├Âttin der Wahrheit und der Weltordnung. Dieser W├╝rfelhocker aus Kalkstein war urspr├╝nglich im Karnak-Tempel gefunden worden und steht heute im Luxor Museum

 

W├╝rferlhocker

Eine W├╝rfelfigur aus Diorit des Harwa, dem Haushofmeister der Gottesgemahlin Amenirdis I. aus der Sp├Ątzeit in der 25. Dynastie um 740 v. Chr., stammt aus Theben-West und befindet sich heute im ├ägyptischen Museum Berlin.

 

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