Safari Afrika > Land und Leute > Praktische Reisetipps > Artenschutz

Artenschutz f├╝r Pflanzen und Tiere

Eine gro├če Bitte an alle Touristen, die nach Afrika reisen - bei tierischen Souvenirs den Artenschutz beachten !

Auf unseren Reisen nach Afrika erleben wir immer wieder, dass Touristen bewu├čt den Artenschutz verletzen. Da werden Jungfische im Indischen Ozean gefangen und Korallen abgebrochen um als Souvenir im deutschen Aquarium zu landen. Da werden farbenpr├Ąchtige Reptilien gefangen f├╝r ein armseliges Leben im Terrarium ohne zu ├╝berpr├╝fen, ob diese Tierart auch gef├Ąhrdet ist. Aber auch das k├Ąufliche erwerben tierischer Produkte ist mit gro├čer Vorsicht zu betrachten. Bei deutschen Zollkontrollen kann dies teuer werden und f├╝r die afrikanischen Tierwelt kann dies lebensbedrohlich sein, wenn eine un├╝berlegte Souvenierjagd das sinnlose sterben wertvoller Tierarten f├Ârdert.

 

Bei tierischen Souvenirs den Artenschutz beachten

 

Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) warnt vor illegaler Einfuhr von artgesch├╝tzten Tieren und tierischen Urlaubsandenken / Nachzuchten den Vorzug geben / Bei Exoten auf Nachweis der legalen Herkunft achten.

Krokodil-Lederg├╝rtel, Riesenmuscheln   – wer bringt nicht gerne ein exotisches Andenken von seiner Urlaubsreise mit? Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) weist jedoch auf die strengen Auflagen f├╝r die Einfuhr von gesch├╝tzten Tieren hin: ÔÇ×Wer die Bestimmungen des Tier- und Artenschutzes nicht beachtet, gef├Ąhrdet Tiere in hohem Ma├če und muss mit der Zahlung von drastischen Bu├čgeldern rechnen“, warnt ZZF-Pr├Ąsident Klaus Oechsner.

Rund 8.000 Tier- und 40.000 Pflanzenarten sind in ihrem Bestand gef├Ąhrdet oder sogar von der Ausrottung bedroht. Sie stehen deshalb unter dem Schutz der EG- Artenschutzverordnung beziehungsweise der Bundesartenschutzverordnung. Betroffen sind Papageien, viele Reptilien- und Katzenarten, K├Ąfer, Schmetterlinge, Riesenmuscheln, Korallen, Alpenveilchen etc. Der Schutz bezieht sich auf tote, lebendige und weiterverarbeitete Exemplare wie bemalte Vogelfedern, exotische Felle, Schuhe aus Schlangenleder oder Elfenbeinschnitzereien. F├╝r gef├Ąhrdete Tier- und Pflanzenarten ben├Âtigen Touristen eine offizielle Ausfuhrgenehmigung des Urlaubslandes, zus├Ątzlich ist h├Ąufig eine deutsche Einfuhrgenehmigung erforderlich. Ohne diese Dokumente drohen an der Grenze die Beschlagnahme der Andenken und die Zahlung eines drastischen Bu├čgeldes

Der ZZF r├Ąt Touristen daher, sich vor der Reise beim Bundesamt f├╝r Naturschutz zu informieren, welche Tier- und Pflanzenarten in ihrer Existenz bedroht sind. Besser sei es jedoch, generell auf diese Mitbringsel zu verzichten. Wer sich f├╝r exotische Tiere wie Papageien oder Reptilien begeistert, sollte aus Gr├╝nden des Tier- und Artenschutzes legal nachgez├╝chteten Tieren den Vorzug geben: ÔÇ×Nachzuchten f├Ąllt die Gew├Âhnung an den Menschen viel leichter“, erkl├Ąrt ZZF-Pr├Ąsident Klaus Oechsner. Bei der Anschaffung von artgesch├╝tzten Tieren sollten Halter darauf achten, dass sie einen Nachweis der legalen Herkunft erhalten. Viele – auch nachgez├╝chtete – Tiere m├╝ssen bei der ├Ârtlichen Artenschutzbeh├Ârde gemeldet und oft mit einem artenschutzrechtlichen Kennzeichen/Dokument versehen sein. Eine entsprechende Liste gibt es beim ZZF unter www.ringstelle.de. Von Tieren mit besonders hohen Anspr├╝chen an Futter- oder Unterbringungsbedingungen, oder die mittels tierschutzwidriger Fang- und Transportmethoden in den Handel gelangen, raten ZZF-Fachh├Ąndler ab.

 

 

Liste ├╝ber gesch├╝tzte Tier- und Pflanzenarten: www.wisia.de

 

 

Artenschutz - Beschlagnahmung vom Zoll

Ohne Einfuhrgenehmigung werden gesch├╝tzte Tiere oder Tierprodukte an der Grenze vom Zoll beschlagnahmt.

Quelle: WZF/Schramm

> Land und Leute