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Barra

Die Bedeutung von Barra liegt nur im FĂ€hranschluß von Banjul

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 Barra

Der Ort Barra liegt auf der Nordseite vom Gambia River direkt an der MĂŒndung zum Atlantischen Ozean am Barra Point.

Die vermutliche Einwohnerzahl dieser Kleinstadt liegt bei knapp 6000 - 7000..

 Geschichte

Barra hat mit dem Fort Bullen nicht nur englische Kolonialgeschichte geschrieben, sondern war in der Vorkolonialisierung auch eine reiche Hauptstadt des Mandingo-Königreiches Niumi. Diese Geschichte haben aber die Kolonialisten aus England ausgelöscht wie so vieles in Gambia. FĂŒr Gambia ist das sicherlich ein schwieriges Schicksal, wenn Geschichte keine erkennbaren Wurzeln mehr hat und man auf Überlieferungen angewiesen ist.

 Wirtschaft

Barra ist keine Wirtschaftmetropole und eher ein armseliger kleiner Ort der vom Kleinhandel lebt, obwohl man meinen könnte, das der fĂŒr das Land wichtige FĂ€hrbetrieb mehr aus der Stadt machen könnte, weil durch diesen Ort der tĂ€gliche Strom von Menschen lĂ€uft, der den Norden mit dem SĂŒden verbindet.

Barra
Barra

Kommt man von der FĂ€hre nach Barra rein erlebt man ein reges Treiben im Kleinhandel. Aber schon die ersten Seitenstraßen bestĂ€tigen die Armut dieser Kleinstadt mit vielen zwerfallenen HĂ€usern.

 Bilder von der FĂ€hre nach Barra

Barra

Um vom SĂŒden des Landes in die North Bank zu kommen muß man die FĂ€hre von der Hauptstadt Banjul nach Barra nehmen. Da der Staat The Gambia durch den Gambia River in Nord uhd SĂŒd getrennt ist kann man nur mit dem Schiff die jeweilige Uferseite erreichen. Auf einer FlußlĂ€nge von 350 km gibt es nur eine FĂ€hre dieser Art und wier die bestĂŒrmt wird, zeigen die nĂ€chsten Aufnahmen. Die einmalige FĂ€hrverbindung Barra - Banjul ist zusĂ€tzlich noch die wichtige Transitstrecke vom Nordsenegal in den SĂŒden des Landes.

Barra

Die vollgestopfte FĂ€hre nimmt auch noch den letzten Fahrgast mit

Barra

Ankunft in Barra und das lange geduldige Aussteigen beginnt.

Der FĂ€hrbetrieb von Banjul nach Barra

Weit ĂŒber eine Stunde mußten wir im schattenlosen Vorplatz der FĂ€hranlegestelle in Banjul warten, stĂ€ndig umringt von fliegenden HĂ€ndlern, die uns mit Zigaretten und ErdnĂŒssen versorgen wollten. Als wir endlich die FĂ€hre betreten konnten begann fĂŒr uns das afrikanische Abenteuer FĂ€hre. Mit dem Fahrschein der gehobenen Preisklasse konnte man zuerst auf die FĂ€hre und sich einen guten Platz im Oberdeck aussuchen.

Jetzt wurden die Lastwagen und Autos verladen und zum Schluß die Massen der FußgĂ€nger mit den Billigtarifen und das waren viele hundert Passagiere. Man erlebt so ein geordnetes Chaos, wie die Menschen dichtgedrĂ€ngt jeden halben Quadratmeter der FĂ€hre besetzen.

Ist auch der letzte Fahrgast endlich an Bord, legt die FĂ€hre völlig ĂŒberfĂŒllt ab, obwohl die Sicherheitsgitter am Heck noch nicht verschlossen sind.

Die Fahrstrecke nach Barra betrÀgt knapp 8 km und ist in etwas 45 Minuten erreicht.

Die FĂ€hre legt in Barra auf der Nordseite von Gambia an. Im dichten GedrĂ€nge zwĂ€ngen sich jetzt Fahrzeuge und Passagiere durch einen engen Korridor wie durch ein Nadelöhr zum Hafen. Die FahrgĂ€ste aus dem Oberdeck verlassen zuletzt die FĂ€hre. Alles sieht in meinen Augen im hektischen Treiben chaotisch aus, lĂ€ĂŸt sich aber in afrikanischer Gelassenheit problemlos ertragen als ein Erlebnis der besonderen Art.

Barra

Fotos: (c) Michael KĂŒrschner 2001