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Malaria

Reisen nach Afrika in tropische und subtropische Länder können viele gesundheitliche Gefahren bedeuten, die aus den besonderen klimatischen und ökologischen Verhältnissen, dem oft niedrigeren hygienischen Standard und dem Vorkommen spezifischer Krankheitserreger resultieren.
Diese Gefahren werden leider oft untersch√§tzt, wenn man bedenkt, dass etwa die H√§lfte der Reisenden in diese L√§nder w√§hrend oder nach der Reise erkrankt und ca.10% wegen gesundheitlicher Probleme einen Arzt aufsuchen m√ľssen.
Es erkranken jedes Jahr allein in Deutschland mindestens 1000 Urlauber an Malaria; etwa 2 % der Malariaerkrankungen verlaufen tödlich.

Allein diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, dass Sie sich auf Ihren Urlaub auch gesundheitlich vorbereiten, damit Sie Ihre Reise unbeschwert genießen und in angenehmer Erinnerung behalten können.

F√ľr Ihre individuelle Gesundheitsf√ľrsorge lassen Sie sich vor jedem Reiseantritt und rechtzeitig bitte von Ihrem Arzt beraten !

 

Ein Malariaschutz ist in den L√§ndern Kenia, Gambia  und Senegal dringend anzuraten !

 

 

Malaria

 

Die Malaria wir durch Parasiten (sog. Plasmodien) verursacht. Die Schwere der Erkrankung wird zum einen durch die Parasitenart, zum anderen √ľber die Menge der Parasiten im Blut, bestimmt. Es gibt unterschiedliche Malariaformen. Man unterscheidet die milden Formen der "Malaria tertiana" und "Malaria quartana" von der lebendgef√§hrlichen Form der "Malaria tropica". Nach Infektion durch die Malariaerreger kann es im Zeitraum von 7 Tagen bis zu einem Jahr zum Ausbruch der Erkrankung kommen. Die Beschwerden der Malaria k√∂nnen sehr unterschiedlich ausfallen. Grunds√§tzlich gibt es kaum Beschwerden, die nicht im Rahmen einer Malariaerkrankung auftreten k√∂nnten. Charakteristischerweise tritt ein hohes Fieber meist gemeinsam mit Kopfschmerzen, Schw√§che, Sch√ľttelfrost und Gliederschmerzen auf. Theoretisch tritt das Fieber bei der Malaria tropica t√§glich, bei der Malaria tertiana jeden zweiten Tag (d.h. an den Tagen 1, 3 usw., daher die Bezeichnung "tertiana - dreit√§gig"), bei der seltenen Malaria quartana jeden dritten Tag (Tage 1, 4 usw., daher die Bezeichnung "quartana - viert√§gig") auf. Im weiteren Verlauf kann es bei der gef√§hrlichen Form der Malaria innerhalb von Stunden zu Komplikationen kommen, die unbehandelt zum Tod f√ľhren k√∂nnen.

 

An eine Malaria sollte immer gedacht werden, wenn ein Reiser√ľckkehrer aus einem Malariagebiet mit Fieber erkrankt.

 

 

Da bei der Malaria tertiana und quartana nur ungef√§hr 1% der roten Blutk√∂rperchen von den Erregern befallen werden, verl√§uft das Krankheitsbild bei diesen Formen nicht so schwer. Nachdem hingegen bei der Malaria tropica bis zu 80% der roten Blutk√∂rperchen befallen sein k√∂nnen, kommt es hier h√§ufig zu schweren Krankheitsbildern und auch zum Tod. Eine Behandlung zum schnellst m√∂glichen Zeitpunkt entscheidet √ľber die Heilungschancen. Grunds√§tzlich ist jede Malaria heilbar, sofern eine Therapie rechtzeitig begonnen wurde.

Bei Malariaverdacht sollte unbedingt sofort ein Arzt oder medizinische Hilfe aufgesucht werden. Ist dies aufgrund der Reiseumst√§nde nicht m√∂glich, sollte eine notfallm√§√üige Malariabehandlung [Link zu Malaria - Verhalten im Erkrankungsfall] selbstst√§ndig durchgef√ľhrt werden. Nach einer erfolgten "Stand-by" Behandlung sollte immer sobald als m√∂glich ein Arzt zur vollst√§ndigen Abkl√§rung aufgesucht werden.

Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leben ca. 40 % der Weltpopulation, d.h. rund 2400 Millionen Menschen in √ľber 90 L√§ndern unter der st√§ndigen gesundheitlichen Bedrohung einer Malaria. Sch√§tzungsweise 300 bis 500 Millionen Menschen erkranken j√§hrlich an einer Malaria. Rund 90 % aller Malariaf√§lle treten in Afrika, s√ľdlich der Sahara, auf. Alleine in Deutschland wurden die letzten Jahre im Durchschnitt ungef√§hr 1000 importierte Malariaf√§lle bei Reisenden pro Jahr gemeldet.

Informieren Sie sich rechtzeitig vor Reiseantritt bei ihrem Arzt √ľber Ihr individuelles Malariarisiko im Reiseland, damit Sie im Rahmen der m√∂glichen vorbeugenden Ma√ünahmen nur einem geringen Restrisiko einer Malariainfektion ausgesetzt sind.

 

√úbertragung:

 

Die √úbertragung der Malariaerreger erfolgt in erster Linie √ľber die d√§mmerungs- und nachtaktive Anopheles-M√ľcke.

 

 

Schutz:

 

Es gibt noch keinen absolut sicheren Schutz vor Malaria! Die konsequente Einhaltung verschiedener Schutzma√ünahmen und die sorgf√§ltige Durchf√ľhrung erm√∂glichen jedoch eine wesentliche Verminderung des Infektionsrisikos.

Zu diesen Schutzmaßnahmen gehören:

 

Ein guter M√ľckenschutz f√ľr die Haut und eine konsequent und korrekt durchgef√ľhrte medikament√∂se Prophylaxe in Absprache mit Ihrem Arzt.

 

Anopheles M√ľcke

Die Malaria wird durch die Anophelis M√ľcke √ľbertragen

Malariakarte

Foto und Grafik © 2002 Abteilung f√ľr Infektions- und Tropenmedizin der Universit√§t M√ľnchen

Malaria unter Afrikanern

In Afrika sterben täglich bis zu 3000 Kinder an Malaria

 

 

Aus der Presse vom 26.April 2003 - Der Tagesspiegel / Berlin

 

 

Nairobi (AP) : Rund 3000 Kinder sterben täglich in Afrika an der Malaria. Pro Jahr fallen der Infektionskrankheit auf dem ärmsten Kontinent der Welt mehrere Millionen Menschen zum Opfer, wie die Weltgesundheitsbehörde (WHO) und das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen ( UNICEF) am Freitag den 25. April 2003 mitteilten. Der Malaria-Erreger sei inzwischen resistent gegen das billigste und meist genutzte Medikament Chloroquin.

 

 

Bis zum heutigen Tag (Dezember 2015) hat sich an dieser Pressemitteilung aus dem Jahr 2003 nichts geändert.

 

 

Reisende in den afrikaniaschen L√§ndern sind zwar auch gef√§hrdet, doch sind sie wesentlich besser gesch√ľtzt durch die Medikamente die man in Europa erh√§lt und schon vor dem Reiseantritt und w√§hrend der Reise selbst einnimmt. F√ľr Urlauber besteht also kein Grund zur Panik, wenn eine sichere Prophylaxe fr√ľhzeitig vor Reiseantritt mit dem Arzt abgesprochen wird.

 

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