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Kipepeo Butterfly Project - Schmetterlingsfarm bei Gedi

   Bilder vom Kipepeo Butterfly Project

Kipepeo

Nachtfalter ( Männchen ). Besucher können so schöne Exemplare dieser bunten und zarten Tierwelt Kenias hautnah erleben.

Kipepeo

Gold Banded Forester - Euphaedra neophron Männchen auf einer Postkarte aus dem Kipepeo Butterfly Project.

Kipepeo Projekt

Foto aus der großen Freianlage im Gebäude des Kipepeo Butterfly Projects 2012

Kipepeo Projekt

Das Foto zeigt den Zustand der Schl√ľpfstation mit den Puppen der Schmetterlinge.

 

 

 

 Das Kipepeo Project

Direkt am Eingang zu den Ruinen von Gedi befindet sich das Kipepeo Projekt an der kenianischen Nordk√ľste zwischen Kilifi und Malindi an der Fernstra√üe B8. Von diesem Ort werden einheimische Schmetterlinge f√ľr den Export gez√ľchtet. Die meisten Arten leben auch im nahe gelegenden Arabuko Sokoke Forest einem noch jungen Nationalpark. Kipepeo steht f√ľr das Swahili-Wort f√ľr Schmetterling.

Kipepeo Projekt01

Das Kipepeo Projekt wurde als ein √∂kologisches Projekt 1993 gegr√ľndet um den Menschen in der Umgebung des Arabuko Sokoke Forest eine wirtschaftliche Existenz zu bieten und gleichzeitig die Natur im angenzenden Nationalpark zu sch√ľtzen und auf Dauer sicherzustellen. Die Abholzung ist stark r√ľckl√§ufig und viele Bauern haben in Zusammenarbeit mit dem Kipepeo Projekt neue Arbeitspl√§tze und verdienen somit ihr Geld. Es wird Honig produziert und viele Bauern sind u.a. mit der Zucht von Schmetterlingsraupen besch√§ftigt, die als Exportschlager in die ganze Welt verschickt werden.

Das Kipepeo-Projekt ist täglich von 8:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Zu erreichen ist es an der Straße nach Watamu, etwa 500 m östlich der Abzweigung von der B 8 wo auch die Ruinen von Gedi besichtigt werden können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: © Michael K√ľrschner, safari-afrika.de

 

Kipepeo Projekt

Bei meinem Besuch im September 2011 mu√üte ich leider erfahren, dass dieses Kipepeo Projekt zur Zeit geschlossen ist, es gab auch keinen Hinweis auf Weiterf√ľhrung oder wann es wieder ge√∂ffnet wird. Bis M√§rz 2012 gibt es leider noch immer nichts neues und man kann nur auf die √∂ffentliche Weiterf√ľhrung hoffen, denn das Projekt hatte eine hohe √∂kologische Bedeutung f√ľr die Menschen in der Umgebung und Natur.

Neues vom Kipepeo Butterfly Projects 2012

2004 besuchte ich erstmals das Kipepeo Butterfly Project und war begeistert von der Idee und der Art wie dort f√ľr ein soziales Netzwerk √∂kologisch und wirtschaftlich gearbeit wurde. 2011 wollte ich es wieder besuchen um noch mehr von dem Projekt zu erfahren, aber es war geschlossen und niemand konnte mir konkret erkl√§ren, warum es nicht f√ľr Besucher zug√§nglich war.

Im September 2012 unternahm ich einen erneuten Versuch das Kipepeo Projekt zu besuchen, mit Erfolg, es war wieder geöffnet.

Was sich mir bot, hatte keinen Vergleich mehr mit meinem Besuch von 2004. Das gesamte Projekt ist heruntergewirtschaftet und nur noch wenige Arten werden dort gehalten. Die gesamte Anlage macht einen ungepflegten Eindruck und auch die Schauk√§sten, die mit Stolz gezeigt wurden, waren zum Teil bis zur Unkenntlichkeit zerfallen. Man geht auch scheinbar grob mit den Tieren um, denn viele Falter hatten zum Teil zerfetzte Fl√ľgel und mangelhafte Hygiene im “Puppenkasten” zeugte von einer schlechten Pflege. Neben dem Eintrittsgeld hielt man aber die Hand auf f√ľr Trinkgeld und man zeigt den Besuchern den Spendenkasten in einer verstaubten Ecke. Wie man aber mit den Tieren umging, ermutigte kaum an Trinkgelder und Spenden zu denken. Ein ekelhafter H√∂hepunkt war aber die T√∂tung eines T√ľpfellippenskinks vor unseren Augen Das Tier wurde mit einem Holzstiel in zwei Teile geschlagen und das Blut spritze mit den K√∂rperteilen durch die Umgebung. Der F√ľhrer hatte einen Kescher in der Hand und h√§tte ihn fangen k√∂nnen und es aus der Freianlage bringen k√∂nnen. Dieses Erlebnis war beispielhaft f√ľr den Zustand des gesamten Projekts wie es den Besuchern vorgestellt wurde.

 

Tipp: F√ľr die Idee des Kipepeo Butterfly Projects w√ľrde sich ein Besuch lohnen, aber im derzeitigen Zustand hat man nichts vers√§umt, wenn man es nicht besucht. Es mu√ü sich daher dringend sehr viel √§ndern, wenn man dieses einst wertvolle Projekt wieder f√ľr Bescher empfehlen kann.

(Stand 2015)

 

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