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Bamburi Nature Trail - Haller Park

  Bilder aus dem Haller Park bei Mombasa

Hallerpark

Flußpferde waren schon 1995 ein besonderes Markenzeichen im Haller Park. dem Bamburi Nature Trail

Hallerpark

Kaum vorstellbar, das dieser dichtbewachsene See noch vor 30 Jahren eine √∂de unfruchtbare Steinbruchw√ľste war und sich schon 1995 zu einem Vogelparadies entwickelte

Hallerpark

Die “Seychellen”- Riesenschildkr√∂ten sind eine der Attraktionen im Haller Park, die jeder anfassen und beobachten kann. Sie leben frei im gesamten Gel√§nde.

Hallerpark

Auch Antilopen sind aus n√§chster N√§he zu bewundern, wie hier  die  Elenantilope (Taurotragus oryx).

Hallerpark

Wer Krokodile sehen will kann das im Haller Park ausgiebig erleben, denn diese Großechsen sind zahlreich vertreten.

Hallerpark

 Wo die Natur mit der √Ėkonomie im Einklang ist

Die Sternstunde f√ľr ein in Kenia bewundernswertes √∂kologisches Projekt begann 1971, als der Schweizer Ren√© Haller damit begann aus einem ehemaligen Steinbruch der Bamburi Portland Zementfabrik ein einmaliges Renaturierungsprogramm auf die Beine zu stellen. Heute, fast 40 Jahre sp√§ter ist dieses Naturprojekt weit √ľber die Landesgrenzen von Kenia bekannt.

Die Bamburi Zementwerke bauten auf einem fossilen Korallenriff ihre ben√∂tigten Rohstoffe ab und hinterlie√üen eine Steinbruchw√ľste, die kein nat√ľrliches Leben mehr erm√∂glicht h√§tte, wenn da nicht die Idee einer Rekultivierung und eine Chance f√ľr die Natur aufgekommen w√§re.

Die salzhaltigen und schattenlosen B√∂den h√§tten einer Wiederaufforstung nicht Stand gehalten und deshalb mu√üten ganz gezielt B√§ume gesucht werden, die mit extrem wenigen N√§hrstoffen auskamen und den Salzgehalt im Boden tolerierten. Mit dem Casuarina Baum, dem Conocarpus aus Somalia und dem Algoraba aus S√ľdamerika gelang die Aufforstung in der salzigen Kalkd√ľrre, die die Landschaft pr√§gte. Es folgten der Neem Baum und viele einheimische B√§ume und andere Pflanzen nach und nach, als sich die ersten d√ľnnen Bodenschichten neu gebildet haben. Das w√§re aber alles nicht gelungen, wenn nicht mit Hilfe einer Tierart die Humusbildung der B√∂den beschleunigt worden w√§re. Hunderte der in Kenia bekannten schwarzen und riesigen Tausendf√ľsser haben die Nadeln der Casuarina B√§ume verarbeitet und die Humusbildung erst erm√∂glicht.

Heute sind die √∂den und unfruchtbaren Steinbr√ľche renaturiert und als ein afrikanisches Musterbeispiel f√ľr eine √∂kologische Wiederherstellung einer tropischen Landschaft war diese Idee ein voller Erfolg. Inzwischen haben sich in den W√§ldern und Seen des Haller Parks wieder viele V√∂gel und andere Tiere angesiedelt und zus√§tzlich wurden einige Arten des des afrikanischen Gro√üwildes integriert. In diesem Park kann man heute Giraffen, Flu√üpferde, Antilopen, Primaten, Krokodile und die ber√ľhmten Riesenschildkr√∂ten bewundern aus n√§chster N√§he. Ein Lehrpfad informiert √ľber die Natur Kenias. Wer aufmerksam durch das Gel√§nde streift wird auch Waranen und exotischen Schmetterlingen begegnen Nicht zu vergessen die weit √ľber 180 verschiedenen Vogelarten.

 

Hallerpark - Tausendf√ľsser

Diese Tausendf√ľsser-Art war verantwortlich daf√ľr, das das √∂kologische Projekt Haller Park gelingen konnte.

 

Der Haller Park finanziert sich heute nicht nur durch die Eintrittsgelder der Touristen sondern im wesentlichen durch die Aquakultur der Fischzucht. Durch ein besonderes Tanksystem bleiben die Fische immer in einem konstanten Strom frischen Wassers. Pro Jahr werden so zwischen 35 und 40 Tonnen Tilapia Buntbarsche produziert. Ren√© Haller belegt damit auch, wenn √Ėkonomie und √Ėkologie im Einklang sind, kann der Mensch und die Natur nur profitieren. Man nimmt es deshalb auch nicht so √ľbel, wenn auch ein Fischreiher sich von dieser Zucht ern√§hrt.

 

 

Wer an der kenianischen Nord- oder S√ľdk√ľste seinen Urlaub verbringt, wird mit Sicherheit auch Mombasa einmal zum Ziel haben und es lohnt sich dann auch einen Abstecher in den n√∂rdlich von Mombasa gelegenen Haller Park zu machen. Die gro√üe Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen so nah an der K√ľste machen den Haller Park zu einem faszinierenden Erlebnis in der afrikanischen Natur.

 

Fotos: © Michael K√ľrschner, safari-afrika.de

 

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Schon am Eingang zum Bamburi Nature Trail begegnete uns diese Oryx-Antilope.

 

Owen und Mzee

Der schwere Tsunami vom Dezember 2004 hatte auch in Kenia seine Ausw√≠rkungen und ganz besonders f√ľr Owen einem Flu√üpferdbaby, das n√∂rdlich von Malindi ins Meer gesp√ľlt wurde und in einer dramatischen Rettungsaktion in den Haller Park gebracht wurde. Owen erholte sich rasch und zur √úberraschung von Zoologen und Tierfreunden in der ganzen Welt nahm es sich die Riesenschildkr√∂te Mzee zur m√ľtterlichen Freundin. Das enge Verh√§ltnis zwischen den sehr unterschiedlichen Tierarten sorgte so sehr f√ľr Aufsehen, dass der Haller Park weltweit dadurch bekannt wurde. Inzwischen ist Owen ein stattliches heranwachsendes Flu√üpferd geworden und lebt jetzt wieder unter Freunden seiner Art noch immer im Haller Park. Aber die faszinierende Freundschaft von Owen und Mzee bleibt unvergessen und man wird sich dier Geschichte noch lange erz√§hlen, von einem Flu√üpferdbaby und die scheinbar unzertrennliche Freundschaft zu einer √ľber 100 Jahre alten Riesenschildkr√∂te.

Flußpferd Owen im Haller Park

Im Bamburi Nature Trail kann man die Owen aus n√§chsterN√§he bewundern. Sie ist heute die wohl ber√ľhmteste Flu√üpferddame der Welt.

Owen und Mzee auf einer Briefmarke aus Kenia

Kenianische Briefmarke zu Ehren einer ungewöhnlichen Tierfreundschaft die im Hallerpark weltweites Aufsehen erregt hat.

 

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