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Acacia xanthophloea - Fieber-Akazie

 Systematik

 Acacia xanthophloea

Ordnung :

Fabales - Schmetterlingsblütenartige

Familie :

Fabaceae - Hülsenfrüchtler

Gattung :

Acacia

Art :

Acacia xanthophloea

 

 

Trivialname

 

deutsch :

Fieber-Akazie, Gelbrinden-Akazie

englisch :

Fever Tree, Naivasha Thorn

französisch :

 

afrikaans :

Koorsboom

swahili :

Mgunga     (Kenia/Tansania)

kikuyu:

Murera     (Kenia)

maasai:

Olerai       (Kenia/Tansania)

 Vorkommen

Südlich der Sahara im östlichen Teil des afrikanischen Kontinents von Kenia bis nach Südafrika. Das bevorzugte Habitat sind feuchte und gleichmäßig warme Standorte in Nähe von Sümpfen und anderen Gewässern. Nicht selten bilden sie lichte Wälder, wo sie dann auch die vorrangige Baumart stellen.

 

Fundort

 

Mzima Springs, Tsavo West in Kenia 2012

 

 

Fieberbaum auf afrikanischen Briefmarken

Fieber-Akazie auf einer Briefmarke

Land:

Kenia

Ausgabejahr:

24.Januar 1986

Motiv:

Acacia xanthophloea in ihrem  Habitat

 Beschreibung

Acacia xanthophloea kann eine Wuchshöhe von über 25 Meter erreichen und in der Breite kann dieser Baum mit den sehr langen Ästen eine weit ausladende Krone bilden. Die goldgelbe bis grünliche und sehr glatte Rinde hat eine einzigartige biologische Funktion, sie unterstützt die sehr kleinen akazientypischen feinfiedrigen Blätter bei der Bildung der Photosynthese. Die weißlichen Dornen sind lang, hart und paarig angeordnet.

Die relativ kleinen gelbweißlichen Blüten bilden kugelförmige Blütenstände die einen süßlich, lieblichen und sehr angenehmen Duft verbreiten. Wenn alle Fieberbäume voll in der Blüte stehen duftet der gesamte lichte Wald kräftig nach den Blüten der Acacia xanthophloea. Nach der Bestäubung durch Insekten entwickeln sich nach 4-6 Monaten die kleinen Hülsenfrüchte an einem langen Stiel.

Fieber-Akazie

Rinde von Acacia xanthophloea im mittleren Alter

 

Wie der Fieberbaum zu seinem Namen kam

Die frühen europäischen Siedler hatten noch keine Ahnung von der Gefahr und der Ursache für Malaria. Siedelten sie in Nähe dieser Baumart erhöhte sich das Risiko Malaria zu bekommen. Anstatt das Wissen der einheimischen Bevölkerung zu nutzen verurteilten sie diesen Baum als Auslöser für Fieber. So erhielt er von unwissenden Weißen den Namen “Fever Tree” (Fieberbaum). Das Malariafieber ausschließlich von einer Mücke ausglöst wird, bedachte man dabei kaum.

Der Fieberbaum hat den gleichen Lebensraum wie die Anopheles Mücke und bevorzugt im natürlichen Habitat Feuchtgebiete, weshalb in seiner Nähe das Malaria-Risiko zwar relativ hoch liegt aber nicht von ihm verursacht wird.

In der afrikanischen Volksmedizin wird sogar aus seiner Rinde ein fiebersenkendes Mittel gewonnen, was die weißen Kolonialherren zur damaligen Zeit aber nicht beachteten.

Fieber-Akazie

 Acacia xanthophloea

Fieber-Akazie

Die Blütenstände von Acacia xanthophloea im September

Fieber-Akazie

Auch die weit ausladenden Zweige der Krone geben diesem Baum sein charakteristisches Aussehen.

 

Fotos: (c) Michael Kürschner

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