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Kaschubaum - Anacardium occidentale

 Systematik

Anacardium occidentale

 

Ordnung :

Sapindales - Seifenbaumartige

Familie :

Anacardiaceae - Sumachgewächse

Gattung :

Anacardium

Art :

Anacardium occidentale

 

 

Trivialname

 

deutsch :

Kaschubaum

englisch :

Cashew nut

französisch :

Anacardier

creolisch :

Kazou

swahili :

Mkanju, Korosho

afrikaans :

Kasjoeboom

 

 

 Vorkommen

Der Kaschubaum hat seine eigentliche Heimat in Brasilien und wurde schon bald nach seiner Entdeckung im 16. Jahrhundert in vielen tropischen Gebieten weltweit eingeführt. Nach Ostafrika frühzeitig eingeführt verbreitete er sich sehr schnell, fand seine benötigten natürlichen Lebensgrundlagen und verwilderte sogar neben dem Anbau als Nutz-und Kulturpflanze. Heute ist der Kaschubaum südlich der Sahara von West- bis Ostafrika mit Madagaskar  und den Seychellen stark vertreten. In Kenia und Tansania nicht selten in vielen Dörfern zu sehen. Verträgt viel Sonne und trockene Böden und ist besonders wärmeliebend.

 

Fundort

 

In allen Küstenegionen Kenias 1995 -2012

 

Kaschubaum-Motive auf afrikanischen Briefmarken

 

Kaschubaum

 

Kenia 2001

Kaschubaum

 

Senegal 1991

Kaschubaum

 

Mosambik

Alle Briefmarken zeigen die Frucht vom Kaschubaum mit der  Scheinfrucht und der eigentlichen uns bekannten Cashew Nuss

 

 

Fotos : (c) Michael Kürschner, safari-afrika.de

 Beschreibung

Immergrüner Laubbaum der eine Wuchshöhe von über 12 Meter erreichen kann und als adulter Baum eine sogar ausladende sehr stark verzweigte Krone entwickelten. Neigen sich die Zweige bis zum Boden können sie sich sogar verwurzeln und ein neuer Baum kann sich entwickeln. Der Kaschubaum hat Pfahlwurzeln, kann aber auch je nach Boden-und Klimaverhältnissen Flächenwurzeln entwickeln.

Der Kaschubaum ist eine beliebte Nutzpflanze weil leckere Nüsse geerntet werden können und auch die besondere Scheinfrucht wird regional als vitaminreicher Fruchtbestandteil stark genutzt. Weniger bekannt ist aber auch die vielseitige Eigenschaft als Heilpflanze. In der afrikanischen Volksmedizin werden Substanzen aus den Scheinfrüchten, den Blättern und der Rinde gegen verschiedene Erkrankungen erfolgreich eingesetzt.

Die Scheinfrucht ist eigentlich ein dickfleischiger Stiel in birnen- oder paprikaähnlicher Form und wird z.B. als Lebensmittel für Fruchtsäfte und Marmelade genutzt. In verschiedenen Gebieten wird die Frucht sogar für alkoholische Getränke verarbeitet.

Die Nierenförmige Nuss entwickelt sich am unteren Ende der Scheinfrucht und ist die eigentliche Cashew Nuss, die volkstümlich auch “Elefantenlaus” genannt werden. Zum Verzehr ist sie roh nicht zu nutzen, da das Schalenöl toxische Stoffe enthält, die ungenießbar sind und gesundheitsschädliche Auswirkungen haben. Nach einer Trocknungslagerung und einer anschließenden Röstung wird das Schalenöl unschädlich gemacht, die Nuss kann von der Schale getrennt werden und als ein leckeres und wertvolles Lebensmittel verzehrt werden.

Kaschubaum

In einem kenianischen Dorf röstet ein Mann mit einem offenen Feuer Cashew Nüsse für den späteren Verzehr

Kaschubaum

Nach der Röstung und der leichten Abkühlung wird die Cashew Nuss auf einer Kokosnussschale aufgeschlagen und der frische Genuß einer Köstlichkeit ist der Lohn bei dieser Arbeit.

Kaschubaum

Die eigentliche Cashew Nuss ohne Schale ist der Samen des Kaschubaums und ein gesundes Nahrungsmittel als Leckerbissen.

Kaschubaum

Kaschubaum - Anacardium occidentale in Kenia

Kaschubaum

Die großen kräftiggrünen Blätter vom Kaschubaum

Kaschubaum

Blütenknospen von Anacardium occidentale

Kaschubaum

Nach der Ernte werden die Cashew Nüsse zur Trocknung ausgelegt bis sie weiterverarbeitet werden können.

Kaschubaum

Die typische Nierenform der Cashew Nüsse

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