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Kakao, Kakaobaum - Theobroma cacao

 Systematik

 Theobroma cacao

Ordnung :

Malvales - Malvenartige

Familie :

Malvaceae - Malvengewächse

Gattung :

Theobroma

Art :

Theobroma cacao

 

 

Trivialname

 

deutsch :

Kakaobaum, Kakao

englisch :

Cacao Tree

französisch :

Cacao, Cacaotier

creolisch : :

Kakao  (Seychellen)

swahili :

Mkakao

 Vorkommen

Die wilde Kakaopflanze hat ihren Ursprung in den tropisch feuchtwarmen √§quatorialen Regenw√§ldern Brasiliens. Als Kulturpflanze kam der Kakaobaum dann √ľber Zentralamerika in die weite Welt der tropischen L√§nder. Schon zu kolonialen Zeiten begann ein richtiger Wettlauf um den Anbau und Export der Kakaoprodukte. Neben asiatischen L√§ndern erreichte Afrika den h√∂chsten Standard im Kakaoanbau. Neben den Seychellen, Madagaskar, Kenia und Tansania in Ostafrika liegen die weiteren Anbaugebiete von Zentral- bis Westafrika, wo in der Republik Elfenbeink√ľste und Ghana die Hauptanbaugebiete der Welt liegen. Auf den Seychellen hat der Kakao heute keine gro√üe Bedeutung mehr und zum Teil findet man einige Kakaob√§ume auch schon verwildert.

Fundort

 

Insel Mahé, Seychellen 2014

 

 

Speise der Götter

Der Kakaobaum als Nutzpflanze

Der Kakaobaum als Nutzpflanze ist weltweit hei√ü begehrt und schon die alten Indianerv√∂lker in Mittelamerika nannten sie die “Speise der G√∂tter”, aber erst 1735 bekam der Kakaobaum durch Carl von Linn√© seinen wissenschaftlichen Namen Theobroma cacao und auch er hielt sich an die indianische Vorgabe, mit den altgriechischen W√∂rtern - theos / Gott und broma / Speise.

F√ľr diese Speise der G√∂tter ist die weltweite Nachfrage f√ľr die geschmackvollen K√∂stlichkeiten gewaltig. Der afrikanische Kontinent ist beim Kakao der uneingeschr√§nkte Exportweltmeister mit den bedeutenden Anbaugebieten in der Elfenbeink√ľste, Ghana, Nigeria, Kamerun, Togo, Sierra Leone, Tansania, √Ąquatorial Guinea, Sao Tom√©, Liberia, Madagaskar, Uganda und Benin.

 Beschreibung

Die Wildform der Kakaopflanze ist ein immergr√ľner mittelgro√üer Baum der eine Wuchsh√∂he von etwa 15 Meter erreichen kann. In den Plantagen bleiben sie meist deutlich kleiner, weil sie so stark gestutzt werden, dass sie kaum 6 Meter H√∂he erreichen.

Nach einer fast unauff√§lligen wei√ülichen Bl√ľte, die der Kakaobaum im Alter von etwa 3 Jahren bekommt, folgt nach der  gelungenen Best√§ubung die Entwicklung einer pr√§chtigen und relativ schweren Beerenfrucht mit einer Gr√∂√üe von etwa 20 - 30 cm, die entsprechend der Sorte gelb, r√∂tlich oder violett erscheinen.

In der ledrigen und sehr festen Schote liegen die zahlreichen hellgef√§rbten Samen in einem zarten wei√ülichen Fruchtfleisch. Nach verschiedenen Bearbeitungsprozessen gewinnt man aus den harten Samen  die hochbegehrten und ber√ľhmten Kakaobohnen aus denen dann die wertvolle Kakaobutter und das Kakaopulver gewonnen wird f√ľr die Herstellung einer edlen Schokolade.

 

Kakaobaum

Das Blattwerk des Kakaobaums - Theobroma cacao. Junge Blätter erkennt man immer an den rötlichen Färbungen.

Kakaobaum

Die kleinen fast unscheinbaren wei√üen Bl√ľten zeigen sich st√§ndig ganzj√§hrig und entwickeln sich direkt am Stamm oder st√§rkeren √Ąsten mit einem kurzen Bl√ľtenstiel.

Kakaobaum

Borke von einem jungen Kakaobaum

Kakaobaum - Theobroma cacao

Ein verwildeter Kakaobaum an einem bewaldeten Straßenrand auf der Insel Mahé auf den Seychellen. Wie auf dem Foto zu erkennen werden die Kakaoschoten nicht einmal geerntet.

Kakaobaum

Reife Kakaoschote mit kurzem Stiel an einem mittelstarken Ast.

Kakaobaum

Auf den Seychellen gab es √ľberwiegend die rotvioletten Zuchtsorten von Theobroma cacao mit den stark gefurchten Kakaoschoten.

 

Fotos : (c) Michael K√ľrschner, safari-afrika.de

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