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Wunderbaum - Ricinus communis

 Systematik

Ricinus communis

 

Ordnung :

Malpighiales - Malpighienartige

Familie :

Euphorbiaceae

Gattung :

Ricinus

Art :

Ricinus communis

 

Einzige Art der Gattung Ricinus

Trivialname

 

deutsch :

Wunderbaum, Rizinusstaude, Rizinus

englisch :

Castor oil plant

französisch :

Ricin commun

swahili :

Mbarika, Mbono

masaai :

Ol-dule

creolisch:

Tantan      (Seychellen)

afrikaans :

Kasterolieboom

 

 

 Vorkommen

Heimisch in Ostafrika. Heute aber in fast allen tropischen Gebieten sehr stark verbreitet.

 

 

Fundort

 

In verschiedenen Regionen in Kenia als Wildpflanze. Sie scheint wirklich keine Ansprüche zu stellen, ich fand den Rizinus nicht selten auch an Straßenrändern wachsen.

Fundorte auf den Seychellen waren die Inseln Curieuse, La Digue, Mahé und Praslin

Ricinus communis

Junge wildwachsende Rizinuspflanze am Straßenrand in Kenia.

 

 

 

 

Fotos : (c) Michael Kürschner

 Beschreibung

Der Wunderbaum ist eine schnellwachsende und in den Tropen mehrjährige Pflanze die in wenigen Monaten mehrere Meter Höhe erreichen kann. Die Blätter erreichen eine Größe von etwa 30 - 50 cm, sind handähnlich geformt und teilt sich in 5 -8 lanzettartige Blattabschnitte. Die Pflanzenstiele sind glatt und verholzen bei adulten Pflanzen.

Eine Rizinuspflanze bringt reichlich Früchte und ist schnell keimend, weshalb sie sich durch die vielen Samen rasch vermehren kann. An der Blütenrispe sind die roten Blüten weiblich und die männlichen gelb. Die Blütezeit liegt zwischen August und Oktober. Die riesigen Blätter können eine Größe von über 50 cm erreichen. Die Stängel sind in den meisten Fällen rotgefärbt, so wie ich sie auch in Kenia gesehen habe. Sie können aber auch grün sein.

In dem Namen Rizinus steckt das deutsche Wort für Zecke, denn die Samen zeigen wie in der Abbildung das Aussehen einer Zecke. Rizinus gehört zu den Schnellkeimern und kann sich so in kurzer Zeit sehr stark verbreiten. Die dunklen Samen haben eine ovale Form und eine maximale Größe von etwa 2 cm. Der Samen ist auch der einzige Pflanzenteil der nutzbar ist.

Rizinussamen

Gift01

Vorsicht im Umgang mit der Rizinus-Staude, sie gehört zu den sehr giftigen Pflanzen, Mit seiner Schale ist der Rizinussamen nicht nur für den Menschen sehr giftig, auch für alle Haus- und Nutztiere kann das Gift eine tödliche Wirkung auslösen.. Da das Gift Ricin nicht fettlöslich ist, ist das gepresste Öl daher ungiftig für die medizinische Anwendung.

 

Nutzung

Der Wunderbaum hat eine vielfältige Nutzung. Als Heilpflanze findet er eine unterschiedliche Anwendung in der Medizin und historisch zählt er zu den ältesten Heilpflanzen der Menscheit. Schon im alten Ägypten, etwa 4000 Jahre vor der Zeitwende, kannte man die natürliche Heilwirkung von Ricinus communis.

Auch in der natürlichen Kosmetikherstellung findet das Öl eine Anwendung und in der Industrie gilt das Öl zur Herstellung von Schmierstoffen eine wertvolle Nutzung.

In Europa wird der Wunderbaum inzwischen auch schon als Zierpflanze kultiviert in verschiedenen Zuchtformen und wächst in den Sommermonaten auch in unseren Gärten und öffentlichen Parkanlagen.

Ricinus communis

Wunderbaum - Ricinus communis  in Kenia

Junge Blätter sind sind meist rötlich gefärbt. Deutlich erkennt man an der Blütenrispe die männlichen Blüten in gelber Färbung und die weiblich rötlichen an der Spitze der Rispe.

Ricinus communis

Die Haupt- und Blattstiele sind meist rötlich gefärbt und deutlich erkennt man, dass die großen Altblätter sich kräftig grün verfärben.

Ricinus communis

Diese kleinen weichen “Igelbällchen” sind die reifenden Fruchtkapseln von Ricinus communis.

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