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Afrikanische Elefanten in vier verschiedenen Nationalparks

In unterschiedlichen Landschaften auf Safari in Kenia

Amboseli Nationalpark     

Elefanten in Amboseli

Weibliche Elefantengruppe in den frĂŒhen Morgenstunden in der Savanne von Amboseli. Es ist immer ein besonderes GlĂŒck, wenn man auf den Pirschfahrten auch Jungtiere erleben kann.

 

Der Amboseli Nationalpark ist ideal fĂŒr Safaris, wenn man Elefanten aus der NĂ€he beobachten will. Es leben ĂŒber 1000 dieser Giganten auf einer FlĂ€che von knapp 400 Quadratkilometer und ihr Nahrungsbedarf ist enorm. In vielen Teilen von Amboseli ist die Vegetation durch die Elefanten schon ziemlich stark reduziert. Hilfe durch Wiederaufforstung wĂ€re dringend notwendig, wenn man diesen traumhaft schönen Lebensraum fĂŒr diese DickhĂ€uter langfristig erhalten will. In den Trockensavannen findet man nur wenige Elefanten, aber in den Feuchtgebieten und den Regionen wo ein hoher Baum- und Buschbestand vorhanden ist kann man sie in Amboseli zahlreich beobachten.

Der Amboseli Nationalpark hat auf seiner relativ kleinen FlĂ€che nahe der tansanischen Grenze im sĂŒden Kenias in verschiedenen Landschaftszonen eine ausreichende Elefantenpopulation mit dem großen Vorteil, dass man auf Safari unterschiedliche Elefantenfamilien und die einsam lebenden Elefantenbullen hautnah erleben kann.

In kaum einem anderen Nationalpark kann man mit etwas Geduld und Zeit das Familienleben der Elefanten so intensiv beobachten wie in Amboseli. Man bekommt sehr schnell das GefĂŒhl, dass die Elefanten von Amboseli etwas ganz besonderes sind.

 

 

Der Afrikanische Elefant in

 SĂŒmpfen, Savannen und Steppen

Elefanten in Amboseli

Ein starker voll in der Mast stehender mÀchtiger Elefantenbulle der einer weiblichen Herde dicht auf den Fersen ist. Zwar aufgeregt, aber geduldig wartet er auf den richtigen Zeitpunkt sich einer Kuh zu nÀhern.

Elefanten in Amboseli

Die Herde will aufbrechen, doch das kleine ElefantenmĂ€dchen möchte sich  lieber noch im feuchten Gras suhlen.

Elefanten in Amboseli
Elefanten in Amboseli
Elefanten in Amboseli

Im Gegensatz zu den “Roten” Elefanten von Tsavo-Ost zeichnen sich viele Elefanten in Amboseli durch schwarze FĂŒĂŸe aus, wenn sie in der sumpfigen Landschaft nach Nahrung suchen und von Wasser und Sand dunkel gefĂ€rbt werden. In verschiedenen Gebieten von Amboseli ist eine sumpfige Landschaft vorherrschend, die die Elefanten  gerne nutzen. Nicht selten sinken sie bis zum Bauch in den sumpfigen Boden ein, genießen die feuchte Nahrung, suhlen sich zur Erfrischung oder schmĂŒcken ihren Körper mit der schwarzen schlammigen Erde zur Körperpflege. Wegen dieser Erdfarbe erscheinen die Elefanten von Amboseli oftmals dunkler als in anderen Landschaftszonen des Landes.

Masai Mara National Reserve

Elefanten in der Masai Mara
Elefanten in der Masai Mara

Der Afrikanische Elefant  der Masai Mara hat es nicht immer leicht

Die Elefanten in der Masai Mara sind seltener als in Tsavo Ost aber nicht weniger beeindruckend. Die Familiengruppen waren kleiner und die Suche nach ihnen war in den Weiten der Masai Mara aufwendiger.

Es war an einem Tag im August, wĂ€hrend einer Pirschfahrt auf der Suche nach Elefanten peitschte kalter Regen bei stĂŒrmischen Wetter auf uns nieder. Die Hoffnungen schwanden noch Fotos machen zu können, denn schwere dunkle Wolken ĂŒberzogen die Masai Mara. Trotz Pullover froren wir bei geöffneten Fenster im Rover, die Kameras immer im Anschlag nichts zu verpassen. Aber was wir sahen, waren die vielen Gnus, die in diesem Zeitraum in Massen die Masai Mara bevölkern. Dann endlich nach drei Stunden Pirschfarhrt am Nachmittag der erlösende Aufschrei im Wagen, das Elefanten in Sicht seien. Vergessen war das geduldige Warten, die NĂ€sse und die KĂ€lte. Man war wieder unter Elefanten in der faszinierenden Landschaft der Masai Mara. Man sah wie einige KĂŒhe mit ihren JĂŒngsten auf der Suche nach Nahrung waren, andere dagegen hatten ihren Baum zum Abendessen schon gefunden, wie das Bild oben zeigt. Einige rupften sich das hohe Gras zum Essen, denn die Anzahl der BĂ€ume und BĂŒsche war in dieser Gegend stark begrenzt. Die Elefanten ließen sich von Regen und KĂ€lte nicht abschrecken und auch unsere NĂ€he blieb bei 5 - 10 Meter Entfernung unbeeindruckt.

 

 

Elefanten in der Masai Mara
Bild 509a

Erfrischt vom kĂŒhlen Regen lassen sich diese Elefanten - KĂŒhe beim Fressen nicht stören.

Ich konnte ĂŒberraschend viele Jungtiere in den kleinen  Herden sehen und kann nur hoffen, das die Elefanten bei dem immer geringer werdenden Nahrungsangebot auch in der Masai Mara in Zukunft ihre Lebensgrundlage finden werden.

Bild 472a

Shimba Hills Nationalpark

Die Elefanten der Savanne leben in Shimba Hills wie Waldelefanten

Elefanten in Shimba Hills

Shimba Hills ist ein relativ kleiner Nationalpark mit viel Wald und Buschsavanne in einer hĂŒgeligen Landschaft und sehr leicht zu erreichen, wenn man sich an der SĂŒdkĂŒste aufhĂ€lt. Wer die Elefanten in den Weiten der großen Nationalparks wie z.B. Tsavo kennt, erhĂ€lt hier ein völlig anderes Bild vom afrikanischen Elefanten. Sie wirkten auf uns etwas kleiner und heller in der FĂ€rbung. Sie bevorzugen die WaldnĂ€he und suchten stĂ€ndig ihre Ruhe im Dickicht des Regenwalds. Es handelt sich aber nicht um den bekannten afrikanischen Waldelefanten aus Zentralafrika, sondern auch um den Afrikanischen Elefant Loxodonta africana der noch in vielen weiteren Landschaften in Kenia beheimatet ist.

Elefanten in Shimba Hills

Afrikanischer Elefant - Loxodonta africana in Shimba Hills 2007

Elefanten in Shimba Hills

Mit etwas GlĂŒck kann man in Shimba Hills auch bei einer Wanderung zu Fuß in Begleitung eines Rangers die fantastischen Elefanten aus nĂ€chster NĂ€he erleben. Wir hatten mit unseren Kindern schon einmal so ein Erlebnis gehabt und werden es wohl nie vergessen, so ganz nah vor diesen Tieren zu stehen ohne sicher im Auto zu sein.

Elefanten in Shimba Hills
Elefanten in Shimba Hills

Da die Elefanten in Shimba sehr versteckt leben, muß man sich Zeit lassen und mit etwas Geduld  hat man das GlĂŒck die sanften Riesen von Shimba Hills zu erleben. Sie halten sich seltener in den offenen GrasflĂ€chen auf und wenn sie ihren Wald verlassen bleiben sie stets in seiner NĂ€he, um bei der geringsten Störung wieder in das sichere Dickicht der kleinen RegenwĂ€lder von Shimba Hills zu verschwinden.

Elefanten in Shimba Hills

Vom erfrischenden Regen durchnĂ€sst kam dieser Elefantenbulle aus dem Wald und genoss seelenruhig sein FrĂŒhstĂŒck vor unseren Augen aus nĂ€chster NĂ€he.

Tsavo-Ost Nationalpark

Elefanten in Tsavo

Im Reich der Roten Elefanten in Tsavo

Tsavo Ost ist das Elefanten Paradies Ostafrikas. Nirgends findet man so viele FamilienverbĂ€nde von Elefanten wie hier in Tsavo. Ihr markantes Zeichen ist die  hĂ€ufige rote EinfĂ€rbung ihrer Körper. Die Farbe kommt von der roten Lateriterde, die in weiten Teilen von Tsavo vorherrscht. Entweder die Tiere nehmen zum Schutz ihrer empfindlichen Haut hĂ€ufige StaubbĂ€der oder sie nutzen ein Schlammbad zur Hautpflege. Trocknet diese an, entsteht die typische RotfĂ€rbung der Elefanten von Tsavo.

Weil der Tsavo Ost Nationalpark mit seinen ĂŒber 13000 Quadratkilometern eine gewaltige GrĂ¶ĂŸe hat, baucht man schon etwas Geduld um auf der Suche nach den zahlreichen “Roten Riesen” auch die Faszination Elefant zu erleben. Hat man mit etwas GlĂŒck eine Herde aus nĂ€chster NĂ€he entdeckt, entstehen emotional bewegende Momente der Ehrfurcht vor diesen Riesen und man wird diese Augenblicke des Lebens wohl nie vergessen.

 

Elefanten in Tsavo
Elefanten in Tsavo

Diese Fotos zeigen deutlich, wie sich die Elefanten mit dem roten Lateritsand “kosmetisch eingepudert” haben.

Elefanten in Tsavo
ElefantenTsavo

Ein Elefantenkind rennt seiner Herde hinterher, weil es vertrĂ€umt am Wasserloch verblieb und den Anschluß verpasste. Ermahnend und fĂŒrsorglich nahmen die KĂŒhe das Kleine aber wieder in ihre Reihen auf.

Elefanten in Tsavo
Elefanten in Tsavo

Stattliche alte Leitkuh steht schĂŒtzend ĂŒber ihrem SĂ€ugling. Die starken Krusten auf Stirn und Körperseiten ist kosmetischer Lateritsand. Im trockenen Tsavo kann man es bei den Elefanten sehr hĂ€ufig beobachten.