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T√ľpfelhy√§ne - Crocuta crocuta

 Systematik

T√ľpfelhy√§ne

Ordnung :

Carnivora - Raubtiere

Familie :

Hyänen - Hyaenidae

Gattung :

Crocuta

Art :

Crocuta crocuta

 

 

Trivialname

 

deutsch :

T√ľpfelhy√§ne

englisch :

Spotted Hyena

swahili :

Fisi

 

 

 Vorkommen

Afrika, s√ľdlich der Sahara. Ihr  Lebensraum sind die gro√üen offenen Savannen. Bewaldete Gebiete meidet die T√ľpfelhy√§ne. Am h√§ufigsten ist sie in Ost- und S√ľdafrika anzutreffen. In Westafrika ist sie seltener und eher gef√§hrdet. In Uganda, Kenia und Tansania geh√∂rt wohl noch zu den h√§ufigsten Grossraubtieren.

Fundort

 

In Gambia im Abuko Nationalpark und in Kenia in der Masai Mara und im Amboseli Nationalpark.

 

 

 

 

Gr√∂√üe und Gewicht der T√ľpfelhy√§ne

Kopfrumpflänge:

120 - 180 cm

Schwanzlänge:

025 - 035 cm

Widerristhöhe:

065 - 092 cm

Gewicht:

050 - 080 kg

Die kr√§ftig gebaute T√ľpfelhy√§ne ist die gr√∂√üte von den vier Hy√§nenarten.

 

 

Artenschutz

Die T√ľpfelhy√§ne gilt noch nicht als gef√§hrdet. F√ľr Ost- oder S√ľdafrika mag es zwar so sein, doch in Westafrika werden die Populationen kleiner. In einigen typischen Regionen ist sie schon verschwunden, wo Bejagung und Wilderei zunehmen.

In Kenia und Tansania ist sie aber noch ein wesentlicher Bestandteil der gro√üartigen Tierwelt, die wir auf Safari in den riesigen Weiten der Savannen bewundern d√ľrfen.

 

 

 

 

 

 

Fotos : (c) Michael K√ľrschner

 Beschreibung

Die einzigartige K√∂rperform einer Hy√§ne zeichnet sich durch einen breiten Kopf und stumpfer langer Schnauze, kurzen runden Ohren und einer R√ľckenlinie die nach hinten stark abf√§llt aus, weil die Vorderl√§ufe l√§nger sind als die hinteren. Die m√§chtigen Kiefer einer Hy√§ne sind das markante Merkmale. Das harte und kurze Fell ist gr√§ulich bis gelbbr√§unlich und mit schwarzen Flecken gef√§rbt. Am Hals und Nacken ist das Fell bis zur R√ľckenlinie etwas l√§nger behaart, aber eine richtige M√§hne wird nicht gebildet. Die Geschlechter unterscheiden sich kaum.

Jungtiere sind bei der Geburt noch fleckenlos,  dunkelbraun oder schwarz und erst im Alter von zwei Jahren gleichen sie schon fast den adulten Elterntieren.

Die f√ľr uns merkw√ľrdige K√∂rperform und die sich daraus ergebenen Gangart hat aber eine einfache biologische Erkl√§rung. Der m√§chtige Kiefer, die kraftvollen Vorderl√§ufe und die starke Kraft aus den Schultern ist hilfreich beim Abtransport der gro√üen und schweren Beute, die zum Teil auch an den weiter entfernt liegenden  Bau geschleppt werden mu√ü.

Der scheinbar unf√∂rmigen T√ľpfelhy√§ne traut man kaum zu, das sie mit ihrem kraftvollen K√∂rper bei der Jagd bis zu 60 km/h erreichen kann und das nicht nur bei Kurzstrecken. Diese Hy√§nen sehen nicht nur merkw√ľrdig aus, sondern es fehlt ihnen aus unserer Sicht auch jede Art der geschmeidigen Eleganz, die f√ľr Raubtiere doch so typisch ist.

Fortpflanzung

Anzahl der Jungen:

1 - 2 Jungtiere

Tragzeit:

100 - 130 Tage

Geburtsgewicht:

1000 - 1500 g

Säugezeit:

12 - 18 Monate

Geschlechtsreife:

mit etwa 3 Jahren

T√ľpfelhy√§nen kommen sehend auf die Welt und die ersten Milchz√§hne k√∂nnen bereits vorhanden sein. Diese Tatsache ist ungew√∂hnlich in der Ordnung der Raubtiere.

Die Jungtiere werden fast ausschließlich von der Mutter versorgt.

Zoologische Besonderheit der T√ľpfelhy√§ne:

Fr√ľher hatte man lange ger√§tselt, ob Hy√§nen Zwitter sind, beide Geschlechter sehen nicht nur fast gleich aus, auch das Verhalten der √ľberm√§chtigen Weibchen tr√§gt m√§nnliche Z√ľge. Resultat einer hohen Konzentration m√§nnlicher Hormone. Aber viel merkw√ľrdiger ist das Ph√§nomen, das Weibchen eine penisartig vergr√∂√üerte Klitoris haben und das der Schambereich der Weibchen so angeschwollen ist, das er in der Form dem Hodensack der M√§nnchen verbl√ľffend √§hnlich sieht. Dieser Scheinhodensack enth√§lt aber nur Fettgewebe. Diese maskulinisierte Form der √§u√üeren weiblichen Geschlechtsorgane machen die Geschlechtsbestimmung nicht leicht. So war es auch nicht verwunderlich, das man noch im letzten Jahrhundert die Vermutung hegte, das Hy√§nen Zwitter seien.

Nahrung

Hartnäckig hielt sich sehr lange die Auffassung, das Hyänen reine Aas- und Resteverzehrer sind, doch diese Ansicht stimmt nicht. Hyänen sind auch ausgezeichnete Jäger, die auch Zebras, Gnus und große Antilopen erbeuten das ergaben Kotuntersuchungen an Hyänen in Ostafrika. In Kenia und Tansania folgen sie sogar den Wanderungen der großen Grasfresser. Wenn Löwen ihnen die erbeutete Nahrung nicht wegnehmen, verzehren sie fast alles von den Innereien, dem Fleisch, der Haut, den Knochen bis zum Kopf. Das mächtige und kraftvolle Gebiss einer Hyäne zerlegt von einem Zebra oder Gnu fast alles. Findet man auf Safari ein Riss, kann man leicht erkennen, ob es von Löwen oder Hyänen gefressen wurde.

Als nachtaktive J√§ger sind sie auch erfolgreicher  als am Tage. Nachts jagen sie auch h√§ufiger in der Gruppe und k√∂nnen gegen√ľber den gro√üen Grasfressern auch ihre ausdauernde Geschwindigkeit ausspielen.

Beutetiere werden meist in einer Hetzjagd erlegt und einen finalen Todesbi√ü kennen sie nicht, wie er bei L√∂wen, Leoparden und Geparden √ľblich ist. Nicht selten wird die Beute an den Hinterbeinen gegriffen, wo sie sich nach erfolgreicher Hetzjagd verbei√üen. Noch bevor das Opfer stirbt, rei√üen andere aus dem Jagdtrupp schon die Bauchdecke auf.

 

T√ľpfelhy√§ne - Crocuta crocuta

T√ľpfelhy√§ne in Gambia

T√ľpfelhy√§ne - Crocuta crocuta

Begegnung mit Hyänen in der Masai Mara in Kenia

T√ľpfelhy√§ne - Crocuta crocuta

Diese Hyäne leckt sich ihren Vorderlauf weil eine kleine Wunde scheinbar störend wirkt. Unter Hyänen kann es zum Teil sehr ruppig zugehen und kleinere Verletzungen sind dabei nicht ausgeschlossen.

T√ľpfelhy√§ne - Crocuta crocuta

T√ľpfelhy√§ne die ihr Revier mit Kot markiert im Amboseli Nationalpark in Kenia.

T√ľpfelhy√§ne - Crocuta crocuta

Ein Schl√§fchen in der Mittagshitze im Schatten eines Baumes genie√üt auch eine T√ľpfelhy√§ne.

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