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Husarenaffe - Erythrocebus patas

 Systematik

Erythrocebus patas

Ordnung :

Primaten -  Primates

Familie :

Meerkatzenartige - Cercopithecidae

Gattung :

Erythrocebus

Art :

Erythrocebus patas

 

 

Trivialname

 

deutsch :

Husarenaffe

englisch :

Patas monkey, Hussar monkey

französisch:

Patas

swahili :

 

 Vorkommen

Husarenaffen kommen von Gambia in Westafrika √ľber den zentralen Kontinent bis nach Ostafrika in Kenia und Tansania vor. Offene Gel√§nde meiden sie offensichtlich. Auch als bodenbewohnende Affen bevorzugen sie Waldr√§nder, Busch- und Baumsavannen zu ihrer Sicherheit. Obwohl sie als ortstreue Affen gelten, sind sie Wanderer im Revier.

 

Fundort

 

Abuko Nationalpark in Gambia 2001

 

Artenschutz

Husarenaffen gelten wegen ihres gro√üen Verbreitungsgebietes noch nicht als gef√§hrdet, obwohl in einigen Regionen Westafrikas ihre Populationen leicht r√ľckl√§ufig sind.

 

 

Safari-Tipp

 

Husarenaffen habe ich im Abuko Nationalpark in Gambia gesehen und erlebt. Sie waren zahlreich aber sehr scheu und wenig zug√§nglich, als sie mich bemerkten. F√ľr eine Beobachtung braucht man etwas Geduld. Man sollte sich ruhig verhalten und eine gewisse Distanz einhalten, denn bei einer zu gro√üen Ann√§herung kann das Erlebnis schnell vorbei sein. Nach meinen Erfahrungen liegt die beste Beobachtungszeit in den fr√ľhen Vormittags- und sp√§ten Nachmittagsstunden.

 Beschreibung

Im Verhältnis zu den meisten Meerkatzenartigen ist der Husarenaffe relativ groß und schlank mit einer auffallend großen Beinlänge. Die Männchen werden deutlich größer und schwerer als die weiblichen Tiere. Die Schwanzlänge entspricht meist auch der Körperlänge.

Kopfrumpflänge

Schwanzlänge

55 - 80 cm

50 - 80 cm

Gewicht

Lebenserwartung

4 - 12 kg

> 20 Jahre

Husarenaffen sind bestens an das Leben am Boden angepasst und nur zur Nacht suchen sie ihre Sicherheit in den Wipfeln der B√§ume. Tags√ľber verlassen sich die kr√§ftigen aber grazilen und flinken Husarenaffen eher auf ihre Schnelligkeit am Boden, wenn ihnen Gefahr droht.

Husarenaffe

Kopfstudie eines Husarenaffen

Fortpflanzung

Die Paarungen sind an keine bestimmte Jahrzeit gebunden. Die männlichen Tiere beteiligen sich nicht an der Aufzucht ihrer Kinder.

 

 

Geschlechtsreife

Weiblicher Zyklus

4 - 5 Jahre

30 Tage

Anzahl der Jungen

Tragzeit

1 Jungtier, selten 2

> 6 Monate

Säugezeit

Form der Partnerschaft

> 6 Monate

polygam in eigener Gruppe

 

Nahrung

In der Ern√§hrung lieben sie die Abwechslung und bevorzugen Gras, Fr√ľchte, Samen, N√ľsse, Insekten, Kleins√§uger, Eidechsen, Vogeleier und kleine V√∂gel.

Husarenaffe

Husarenaffe - Erythrocebus patas, männlich

Husarenaffe

 

Die schnellste Affenart der Welt

Husarenaffen sind am Boden eine kaum zu schlagende Affenart. Untersuchungen sollen ergeben haben, dass sie in nur drei Sekunden die enorme Geschwindigkeit von 55 km/h erreichen können.

Wer die Vitalit√§t und das Temperament der Meerkatzen kennt, wird erstaunt sein, dass die Husarenaffen am Boden noch schneller und flinker sind als man es sich vorstellen kann. Obwohl sie auch flinke und geschickte Kletterer sind sieht, man sie tags√ľber √ľberwiegend nur am Boden.

 

 

 

Fotos : (c) Michael K√ľrschner

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