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Kaffernbüffel - Syncerus caffer caffer

 Systematik

Syncerus caffer

Ordnung :

Paarhufer - Artiodactyla

Familie :

Hornträger - Bovidae

Gattung :

Syncerus

Art :

Syncerus caffer

Unterart;

Syncerus caffer caffer

Trivialname

 

deutsch :

Kaffernbüffel, Afrikanischer Büffel

 

Afrikanischer Schwarzbüffel

englisch :

African Buffalo

französisch:

Buffle d'Afrique

swahili :

Nyati oder Mbogo

maasai :

Olaro

afrikaans :

Buffel

Kopfstudien verschiedener Kaffernbüffel

Kaffernbüffel im Shimba Hills Nationalpark

Kaffernbüffel 08

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Madenhacker sind ständige Begleiter bei den Kaffernbüffeln und oftmals auch willkommene Gäste um den Körper von lästigen Parasiten zu befreien.

 

 

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Große Kaffernbüffel-Herde versammelt sich an einem kleinen Wasserloch, dass in der Trockenzeit mehr aus Schlamm besteht und wenig Wasser führt.

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

 

 

Briefmarke aus Kenia, Büffel von 1998

Kaffernbüffel - Briefmarke aus Kenia, Büffel von 1998

 

Artenschutz

Durch das riesige Verbreitungsgebiet im gesamten Afrika südlich der Sahara gilt sein Status noch als ungefährdete Art, obwohl in vielen Teilen Westafrikas seine Populationen rückläufig sind. Die größten Beständen kann man heute nur noch im östlichen und südlichen Afrika finden. In der Tierwelt hat der Kaffernbüffel kaum Feinde. Seine stärkste Gefahr geht nur vom Menschen aus. Wilderei, Jagd und die Zerstörung von Lebensräumen für Urbanisierung und Landwirtschaft. In diesem Zusammenhang sollte die Rinderpest von Hausrindern übertragen nicht unerwähnt bleiben, denn sie kann im Ernstfall ganze Herden auslöschen.

 Vorkommen

Kaffernbüffel leben in Afrika südlich der Sahara. So auch im ostafrikanischen Kenia und Tansania in den unterschiedlichen Landschaftszonen.  Afrikanische Büffel sind flexibel und sehr anpassungsfähig was seine Lebensräume anbetrifft. Man sieht ihn in offenen Savannen, in Buschsavannen, in lichten Wäldern, Sümpfen und Bergwäldern. Wenn genügend Wasser in seiner Nähe ist kommt er auch in Trockengebieten bestens klar.

Fundort

Tsavo-Ost Nationalpark, Masai Mara und im Shimba Hills Nationalpark in Kenia von 1995-2012

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Eine Herde von 100-150 Kaffernbüffel zieht durch die trockene Savanne von Tsavo-Ost (2012)

 Beschreibung

Diese schweren Kolosse von Afrika, mächtig und beeindruckend, sind faszinierende Kraftpakete. Man spürt in ihrer Nähe förmlich die Kraft, die von diesen Tieren ausgeht.

Charakteristisches Merkmal der Kaffernbüffel ist die hervorstehende Stirnwulst, die weiten flach abgerundeten Hörner, die an der Basis fast zusammengewachsen wirken. Sie sind seitlich ausladend und nach oben gebogen.

Die Hörner der Männchen sind wuchtiger und wesentlich größer. Der ganze Körper erscheint kompakt und gedrungen vom Hals bis zur Kruppe. Der relativ dünne Schwanz endet in einer Quaste. Jungtiere werden behaart in rötlichbrauner Färbung geboren. Die dunkle Farbe der  adulten  Tiere entwickelt sich erst nach dem 3. Lebensjahr. Die Augen sind verhältnismäßig klein, dagegen sind die seitwärts getragenen Ohren mit den Haarfransen verhältnismäßig groß.

Kopfrumplänge

Schwanzlänge

> 270 cm

075 -100 cm

Widerristhöhe

Hornlänge

> 155 cm

> 145 cm Spannweite

Gewicht

Lebenserwartung

700 - 1000 kg

16 - 20 Jahre

 

Verhalten

Beobachtet man Kaffernbüffel in ihren Herden oder als Einzeltiere wirken sie in ihrer natürlichen Landschaft beruhigend, man möchte fast unter ihnen weilen, aber dieser Eindruck täuscht gewaltig. Büffel können beim überschreiten der Distanz äußerst gefählich sein. Sie sind wehrhaft und sich ihrer Kraft bewußt. Das erfährt auch manch ein Raubtier und nicht jeder Löwe greift Kaffernbüffel an. Die Gefahr von einem Kaffernbüffel verletzt zu werden ist ein zu hohes Risiko für ein Raubtier.

Kaffernbüffel leben in Herden von wenigen Tieren bis zu einer Anzahl von mehreren hundert. Meist bestehen die Herden nur aus Weibchen, Kälbern und noch nicht geschleichtsreifen Jungtieren. Daneben gibt es auch kleine Herden von Jungbullen. Die alten und mächtigen Bullen sind eher einzelgängerisch in Herdennähe. Sie sind mit besonderer Vorsicht zu genießen.

Fortpflanzung

Die Paarungszeiten beim Kaffernbüffel fallen meist in die Regenzeiten und jeder weibliche Büffel hat eine Fortpflanzungsbereitschaft von etwa 3 Wochen.

Anzahl der Jungtiere: meist nur 1 Jungtier

Tragzeit : > 340  Tage

Säugezeit : etwa 6 - 8 Monate

Geschlechtsreife: 4 - 5 Jahre

Viele Herden bestehen meist  nur aus Weibchen mit dem aktuellen Nachwuchs und den Weibchen die von der Jugend an im Familienverband verbleiben. Noch vor dem Eintritt der Geschlechtsreife verlassen mit zwei bis drei Jahren junge Bullen die familiäre Herde und schließen sich meist mit Gruppen ältere Bullen zusammen. In der sexuellen Patnerschaft haben die männlichen Tiere eine polygame Lebensweise. Wenn sich paarungsbereite Weibchen zu erkennen geben, kommt es nicht selten unter den Bullen zu heftigen rivalisierenden Auseinandersetzungen. Der Sieger hat den Sex und der Verlierer kann sein Glück bei einer anderen Gelegenheit wieder nutzen.

Kaffernbüffel im Shimba Hills Nationalpark

Eine weibliche Herde hält Mittagsruhe mit ihren noch sehr jungen Kälbchen.

Kaffernbüffel im Shimba Hills Nationalpark

Kaffernbüffel im Shimba Hills Nationalpark

Junger Kaffernbüffel, bis auf die Färbung mit schon vielen Merkmalen erwachsener Büffel

 

 

Nahrung

Der Kaffernbüffel ernährt sich hauptsächlich von Gräsern, aber auch von Kräutern und Blättern niedriger Sträucher.

Fotos : (c) Michael Kürschner, safari-afrika.de

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Kaffernbüffel - Syncerus caffer , männlich

Kaffernbüffel im Shimba Hills Nationalpark

Büffel in Shimba Hills

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Kaffernbüffel - Syncerus caffer , weiblich

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Kaffernbüffel

Zwei männliche Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Eine weibliche Kaffernbüffel-Herde, die eine kleine Wasserstelle gegen den Durst und für eine Erfrischung intensiv nutzen.

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Kaffernbüffel im Tsavo Ost Nationalpark

Ein einsamer Bulle stillt seinen Durst mit einem großen Abstand von der weiblichen Herde

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