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Afrikanischer Leopard - Panthera pardus

 Systematik

Afrikanischer Leopard

Ordnung :

Raubtiere - Carnivora

Familie :

Felidae - Katzen

Gattung :

Panthera

Art :

Panthera pardus

Unterart :

Panthera pardus pardus

Trivialname

 

deutsch :

Afrikanischer Leopard, Leopard

englisch :

Leopards

französisch:

Léopard

swahili :

Chui

afrikaans :

Luiperd

 Vorkommen

Ursprünglich war der Afrikanische Leopard in ganz Afrika verbreitet, lebt der Leopard heute nur noch südlich der Sahara bis Südafrika. Sein Bestand wird für ganz Afrika auf nur noch etwa 250.000 Tiere geschätzt. Auch in Ostafrika ist er noch ungefährdet zu erleben in dichten Baum- und Buschsavannen und lichten Wäldern.

 

Fundort

 

Masai Mara (2008) und Tsavo Ost Nationalpark in Kenia.

 

 

Der Leopard auf Briefmarken in Kenia

Afrikanischer Leopard

Kenia würdigt den Stolz seiner Nationalparks auch mit einer Leoparden - Briefmarke

Artenschutz

Das elegante Fell des Leoparden war über Jahrhunderte begehrt als Schmuck und auch als Trophäe. Den Höhepunkt seiner Bejagung erlebte der Leopard zwischen 1976 und 1990, wo nach Angaben der Weltnaturschutzunion IUCN etwa 86.000 Felle jährlich gehandelt wurden. Heute hat sich das Kaufverhalten der Menschen geändert und welche Frau trägt heute noch einen Leopardenfellmantel. Durch die Ächtung und die starken Handelsbeschränkungen kam der Pelzhandel mit Leopardenfällen fast zum erliegen.

Die starke Bedrohung des Leoparden heute liegt eher in der Zerstörung seiner Lebensräume.

 Beschreibung

Kräftiger, gedrungener Körper mit relativ kurzen Gliedmaßen und sehr langem Schwanz. Die innenseiten der Gliedmaßen sind weiß. Das Fell des Leoparden selbst ist ockergelb mit schwarzen Ringflecken. Die Weibchen sind im allgemeimen kleiner, weisen aber die gleichen Färbungen und Zeichnungen auf wie das Männchen.

 

Größe und Gewicht

Kopfrumpflänge > 150 cm

Schwanzlänge > 90 cm

Widerristhöhe > 70 cm

Der Leopard kann in freier Natur ein Alter zwischen 22 und 25 Jahren erreichen.

 

Fortpflanzung

Anzahl der Jungen 2 - 3 selten > 6

Die Tragzeit liegt zwischen 93 - 103 Tagen

Beginn der Geschlechtsreife

Leoparden sind meist Einzelgänger und nur zur Zeit der Fortpflanzungsbereitschaft duldet das Weibchen einen männlichen Geschlechtspartner.

Nahrung

Der Afrikanische Leopard ist kein spezialisierter Jäger, er ist anpassungsfähig und flexiebel. Er erbeutet auch Fische, Echsen und Frösche und kann Antilopen erbeuten, die deutlich größer sind als er selbst. Aber ganz oben auf seinem Speiseplan stehen auch Affen, vom Pavian bis zur Meerkatze. Leoparden erlegen ihre Beute blitzschnell, verzehren sie aber nicht am Ort des Geschehens, sondern schleppen sie an einen sicheren Ort, meist auf einem Baum, wo sie vor Freßfeinden sicher ist. Leoparden jagen nur wenn ihnen der Hunger plagt, das kann aber viele Tage dauern, wenn er zuvor eine größere Beute erlegt hat.

Erlebnisse mit Leoparden

Möchte man einen Leoparden auf seinen Safaris erleben braucht man viel Geduld, weil er eigentlich nicht tagaktiv ist und häufig versteckt seine Ruhe sucht. Leoparden verbringen viel Zeit am Tage auf hohen Baumästen. Dort sind sie außer Reichweite anderer Tiere und werden kaum bemerkt. Aber auf der letzten Safari in der Masai Mara war alles anders. Unser Fahrer steuerte den Rover an ein dichteres Buschwerk und entdeckte dort zwei Leoparden. Die Freude darüber war gewaltig und Stille umkam uns, nur unterbrochen vom klicken der Kameras. Mit seinem schön gezeichneten Fell, der harmonischen Körperformen und den elegant geschmeidigen  Bewegungen ist der Leopard eines der aufregendsten Erlebnisse in der afrikanischen Wildnis. Er ist so harmonisch an die Umgebung angepaßt, das man sich glücklich schätzen kann ihn in seiner fantastischen Naturlandschaft erlebt zu haben.

Weiblicher Afrikanischer Leopard

Leoparden-Weibchen in der Masai Mara

Leoparden Jungtier

Leoparden-Jungtier noch in der Abhängigkeit von der Mutter

Weiblicher Leopard

Ein weiblicher Leopard schleicht sich ganz vorsichtig und langsam an etwas heran.

Weiblicher Leopard

 

 

Fotos : (c) Michael Kürschner

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