Safari Afrika - Afrikanische Tierwelt > Säugetiere > Top-Leierantilope

Topi-Leierantilope - Damaliscus lunatus

 Systematik

Damaliscus lunatus

Ordnung :

Paarhufer - Artiodactyla

Familie :

Hornträger - Bovidae

Gattung :

Damaliscus

Art :

Damaliscus lunatus

 

 

Trivialname

 

deutsch :

Topi-Leierantilope

englisch :

Topi

französisch:

Sassabi

swahili :

Nyamera

afrikaans :

Basterhartbees

 Vorkommen

Leierantilopen bevölkerten einst fast alle Savannen Gebiete südlich der Sahara. Heute  sind sie in Westafrika nur noch auf kleine Regionen beschränkt. Die  größten Populationen gibt es heute noch im südlichen und östlichen  Afrika. In Ostafrika mit den Ländern Kenia, Tanania und Uganda soll es  zwei Unterarten der Topi-Leierantilopen geben :

Damaliscus lunatus jimela

Damaliscus lunatus topi

Zwischenzeitlich gibt es aber auch schon wissenschaftliche Theorien, bei denen die Unterarten in Ostafrika einen eigenen Artstatus erhalten haben.

 

Fundort

 

Tsavo Ost  Nationalpark und Masai Mara, Kenia. Die größten Populationen der  Topi-Leierantilope kann man gut in der Masai Mara beobachten.

Topi-Leierantilope im Tsavo Ost Nationalpark, Kenia

Topi-Leierantilope im Tsavo Ost Nationalpark, Kenia

Topi-Leierantilope im Tsavo Ost Nationalpark, Kenia

 

 

Fotos : (c) Michael Kürschner

 Beschreibung

Für die Topi-Leierantiope typisch ist die schwarze Zeichnung auf dem  langgestreckten Kopf, die von der Stirn bis zur Nase verläuft. Die  schlanken Ohren laufen spitz zu. Die Rumpf fällt vom Widerrist bis zur  Kruppe ab, aber nicht so stark wie bei der Kuhantilope. An den Schultern und den Schenkeln sind sie schwarzblau gezeichnet und an den Läufen  gelblichbraun und heller als der kräftige Rumpf.

Die Hörner sind schraubenartig gedreht, sehr kurz und kräftig, rückwärts gerichtet und an den Spitzen wieder vorgeneigt. Bei den Weibchen sind die Hörner in der gleichen Form, aber nicht so groß und stark ausgeprägt.

 

Größe und Gewicht

Kopfrumpflänge

> 220 cm

Schulterhöhe

125 - 135 cm

Schwanzlänge

040 - 060 cm

Hornlänge

040 - 050 cm

Gewicht

140 - 160 kg

Lebenserwartung

> 18 Jahre in der Wildnis

 

 

Fortpflanzung

Geschlechtsreife (m)

Geschlechtsreife (w)

ab 36 Monate

ab 24 Monate

Tragzeit

Anzahl der Jungen

> 240 Tage

1 Kalb

Säugezeit

Partnerschaftsform

etwa 5 monate

polygam (m) mit Harem

Die  Paarungszeiten der Leierantilopen sind an die saisonalen Regenzeiten  gekoppelt. Um den Nachwuchs gut zu versorgen liegen die Paarungen meist  in den Trockenzeiten. Somit sichern sie mit ihren Geburten in den  Regenzeiten  ein wertvolles Nahrungsangebot auch für das Jungtier.

Geboren  werden die Kälbchen meist versteckt im hohen Gras, wo sie für einige  Tage verweilen müssen, zu Kräften kommen um dann der Mutter gut laufend folgen  können. In den paar Tagen kümmert sich aber die Mutter rührend um das  kleine Kalb und versorgt es mit der notwendigen Muttermilch.

o

 

Nahrung

Topi-Leierantilopen gehören zu den reinen Grasfressern und bevorzugen Savannen mit hohen  saisonal bedingten Niederschlagsmengen, damit sie immer relativ frische  Nahrung abweiden können. Den Trinkwasserbedarf können sie nicht allein  über die Nahrung erhalten. Wasserlöcher oder andere Gewässer müssen also immer täglich auf ihren Wanderungen erreichbar sein.

 

Verhalten

Häufig in Gesellschaft mit anderen Herdentieren, wie z.B. dem Gnu und sie  zeigen sich in den frühen Morgenstunden und zur Dämmerung am aktivsten.

Sie leben  in locken Gruppen von 6 - 12 Tieren und können sich aber auch in sehr  großen Herden von über 100 Tieren zusammenfinden.

Männchen sind stark revierbildend und verteidigen ihr Territorium und Harem sehr  stark. Sie sind ständig damit beschäftigt die Weibchen unter Kontrolle  zu halten, damit keine weibliche Leierantilope den Harem oder gar das  Territorium verläßt.

Topi-Leierantilopen aus der Masai Mara, Kenia

Topi-Leierantilopen aus der Masai Mara, Kenia

Topi-Leierantilopen aus der Masai Mara, Kenia

Topi-Leierantilopen aus der Masai Mara, Kenia

Topi-Leierantilopen aus der Masai Mara, Kenia

Topi-Leierantilopen aus der Masai Mara, Kenia

 

> Säugetiere