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Massai Giraffe - Giraffa camelopardalis tippelskirchi

 Systematik

Massai Giraffe

Ordnung :

Paarhufer - Artiodactyla

Familie :

Giraffenartige - Giraffidae

Gattung :

Giraffa

Art :

Giraffa camelopardalis

Unterart :

Giraffa camelopardalis tippelskirchi

Es gibt in dieser Gattung nur eine einzige Art mit etwa 8 Unterarten die in ganz Afrika s√ľdlich der Sahara verbreitet sind.

 

 

Trivialname

 

deutsch :

Giraffe

englisch :

Giraffe

französisch:

Girafe

swahili :

Twiga

 

 

 Vorkommen

Massai-Giraffen leben heute nur noch in Ostafrika, im S√ľden von Kenia und in Tansania in trockenen und offenen Baum-und Buschsavannen.

 

Fundort

 

Tsavo Ost Nationalpark, Masai Mara und im Shimba Hills Nationalpark in Kenia 1995 - 2012

 

 

Verhalten

 

Giraffen leben h√§ufig in kleinen Trupps von 2 bis 14 Tieren, nur die Giraffenbullen leben nicht selten allein. Da Giraffen aber sehr friedliche Tiere sind, k√∂nnen vor√ľbergehend auch mehere Trupps sich zu einer gro√üen Gruppe bilden. Giraffen sind keine Wanderer wie andere Huftiere und bilden auch keine Reviere und streifen eher behutsam durch die Weiten ihres Lebensraums. Man kann sie auch als se√ühaft bezeichnen, denn sie kehren immer wieder an ihren angestammten Ort zur√ľck.

Die Kämpfe unter den Bullen dienen nur der Klärung einer Rangordnung und wenn diese gesichert ist, geht das ruhige Leben der Giraffen weiter. Die Kämpfe haben meist keine Folgen, denn Verletzungen gibt es nur selten, es sind mehr Ritualkämpfe ohne heftigen Körperkontakt. Anders in der Paarungszeit, da schlagen sie ihre Hälse schon heftiger gegeneinander.

Vor Raubtieren sind Giraffen einigerma√üen sicher. L√∂wen und Hy√§nen w√§ren die m√∂glichen Feinde, doch die sind bei so einem riesigen Tier vorsichtig. In Gefahr sind nur Jungtiere oder alte kranke Tiere, eine gesunde starke Giraffe k√∂nnte auch einen L√∂wen oder Hy√§nen mit den Hinterl√§ufen f√∂rmlich schlagen, verletzen oder t√∂ten. Giraffen haben ein sehr gro√ües Herz und einen starken Blutdruck, sie k√∂nnen blitzschnell reagieren und beim  ausl√∂sen des Fluchttriebs eine Geschwindigkeit von √ľber 50 km/h erreichen.

Artenschutz

Auch wenn einzelne Unterarten gef√§hrdet erscheinen, die Massai Giraffe geh√∂rt nicht dazu. Man kann sie auf Safari in allen Nationalparks im S√ľden Kenias noch in gro√üer Anzahl bewundern. Es ist ein faszinierender Anblick, die sch√∂nen und harmonischen Giraffen-Silhouetten mit dem schlanken langen Hals in den Weiten der Savanne zu beobachten. Aber auch ihre ruhigen Bewegungen sind beeindruckende Bilder, die man auch nach einer Safari nie vergessen wird.

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 Beschreibung

Zur markanten K√∂rperform der Giraffen z√§hlt nat√ľrlich der lange Hals und die Vorderl√§ufe, die h√∂her gestellt sind als die Hintergliedma√üen, wodurch die R√ľckenlinie nach hinten stark abf√§llt. Der lange Hals tr√§gt eine M√§hne bis zu den Schultern.

Massai-Giraffen haben bei beiden Geschlechtern auf dem Oberkopf zwei behaarte Hörner und eine Wulst auf der Stirn. Über den großen dunklen Augen tragen sie lange schwarze Wimpernhaare.

Massai Giraffe

Das Fell ist hellbraun gefärbt und mit dunkelbraunen Flecken gezeichnet. Bei der Massai Giraffe sind die Flecken etwas kleiner und unregelmäßig bis sternenförmig. Der Bauch ist heller und fast unbefleckt.

Massai Giraffe

Eine typische Fellzeichnung der Massai-Giraffe

Größe und Gewicht

Körperhöhe

540 - 580 cm

Kopfrumpflänge

440 - 500 cm

Schwanzlänge

090 - 140 cm

Widerristhöhe

280 - 330 cm

Länge der Zunge

> 40 cm

Gewicht

400 - 600 kg

Lebenserwartung

> 24 Jahre in der Natur

Die Weibchen bleiben etwas kleiner und leichter als die die Männchen.

 

 

Fortpflanzung

Geburten erfolgen immer im Stehen und das Junge f√§llt dann aus 2 Meter H√∂he auf den Boden. Nach etwa einer Stunden k√∂nnen die kleinen  auf ihren noch wackligen Beinen stehen. Die Mutter k√ľmmert sich liebevoll um ihr Junges und f√ľhrt es nach wenigen Wochen in den Trupp wo es mit anderen adulten Weibchen in Sicherheit ist.

Anzahl der Jungtiere: 1 Jungtier

Die Tragzeit betr√§gt   430 - 460 Tage

Geburtsgewicht: 050 - 070 kg

Säugezeit:

Geschlechtsreife wird mit etwa 4 Jahren erreicht

 

 

Nahrung

Die Evolution hat mit dem l√§ngeren Hals und den den hohen Gliedma√üen die Giraffen konkurrenzlos angepa√üt f√ľr die Nahrungsaufnahme in den Baumkronen. Zum Speiseplan geh√∂ren Bl√§tter, Triebe und Rinde von B√§umen und Str√§uchern. Die Massai-Giraffe ist an Trockenheiten gew√∂hnt, ihren Bedarf an Wasser entnehmen sie meist aus der Nahrung. Nur wenn sie sich absolut sicher f√ľhlen und die Notwendigkeit gegeben ist, trinken sie auch aus einem Wasserloch. In dieser sensiblen Situation, in der sie ihre Vorderbeine weit spreizen m√ľssen, sind sie verwundbar f√ľr L√∂wen und Hy√§nen.

Massai Giraffe

Massai-Giraffe im Tsavo Ost Nationalpark in Kenia

Massai Giraffe

Die großen Trockenperioden machen der Massai Giraffe nichts aus wie hier im Tsavo Ost NP

Massai Giraffe

Massai-Giraffen in Shimba Hills, Kenia

Massai Giraffe

Auf Safari ist es ein seltener Anblick, wenn man eine Massai-Giraffe liegend antrifft.

Massai Giraffe
Massai Giraffe
Massai Giraffe

Massai-Giraffe im Tsavo Nationalpark

Kopfstudie einer Massai-Giraffe, als wenn ich mich  mit ihr unterhalten w√ľrde in der Masai Mara

Die Nahrung wächst bequem in Augenhöhe

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