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Westafrikanische Giraffe - Giraffa camelopardalis peralta

 Systematik

Westafrikanische Giraffe

Ordnung :

Paarhufer - Artiodactyla

Familie :

Giraffenartige - Giraffidae

Gattung :

Giraffa

Art :

Giraffa camelopardalis

Unterart :

Giraffa camelopardalis peralta

 

 

Es gibt in dieser Gattung nur eine einzige Art mit etwa 8 Unterarten die in ganz Afrika s√ľdlich der Sahara verbreitet sind.

 

 

Trivialname

 

deutsch :

Giraffe

englisch :

Giraffe

französisch:

Girafe

swahili :

Twiga

 

 

 Vorkommen

Der Lebensraum liegt in Westafrika s√ľdlich der Sahara vom Tschad bis zum Senegal im √§u√üersten Westen des Kontinents. Heute kommt sie nur noch in sehr kleinen Regionen vor und bevorzugt auch hier trockene Savannen und Buschland mit einem gr√∂√üeren  Baumbestand.

Ihr nat√ľrliches Vorkommen erstreckt sich heute auf kleine Areale haupts√§chlich im Niger.

Fundort

 

Bandia Naturreservat im Senegal 1998

 

 

Verhalten

 

Auch die Westafrika Giraffen leben h√§ufig in kleinen Trupps von 2 bis 14 Tieren, nur die Giraffenbullen leben nicht selten allein. Da Giraffen aber sehr friedliche Tiere sind, k√∂nnen vor√ľbergehend auch mehere Trupps sich zu einer gro√üen Gruppe bilden. Giraffen sind keine Wanderer wie andere Huftiere und bilden auch keine Reviere und streifen eher behutsam durch die Weiten ihres Lebensraums. Man kann sie auch als se√ühaft bezeichnen, denn sie kehren immer wieder an ihren angestammten Ort zur√ľck.

 

 

 

 

Fotos : (c) Michael K√ľrschner

 Beschreibung

Zur markanten K√∂rperform der Giraffen z√§hlt nat√ľrlich der lange Hals und die Vorderl√§ufe, die h√∂her gestellt sind als die Hintergliedma√üen, wodurch die R√ľckenlinie nach hinten stark abf√§llt. Der lange Hals tr√§gt eine M√§hne bis zu den Schultern.

Auch bei der Westafrikanischen Giraffe haben beide Geschlechter auf dem Oberkopf zwei behaarte Hörner und eine Wulst auf der Stirn. Über den großen dunklen Augen tragen sie lange schwarze Wimpernhaare.

 

Größe und Gewicht

Körperhöhe

540 - 580 cm

Kopfrumpflänge

440 - 500 cm

Schwanzlänge

090 - 140 cm

Widerristhöhe

280 - 330 cm

Länge der Zunge

> 40 cm

Gewicht

400 - 600 kg

Lebenserwartung

> 24 Jahre in der Natur

Die Weibchen bleiben etwas kleiner und leichter als die die Männchen.

 

 

Fortpflanzung

Geburten erfolgen immer im Stehen und das Junge f√§llt dann aus 2 Meter H√∂he auf den Boden. Nach etwa einer Stunden k√∂nnen die kleinen  auf ihren noch wackligen Beinen stehen. Die Mutter k√ľmmert sich liebevoll um ihr Junges und f√ľhrt es nach wenigen Wochen in den Trupp wo es mit anderen adulten Weibchen in Sicherheit ist.

Anzahl der Jungtiere: 1 Jungtier

Die Tragzeit betr√§gt   430 - 460 Tage

Geburtsgewicht: 050 - 070 kg

Säugezeit:

Geschlechtsreife wird mit etwa 4 Jahren erreicht

 

 

Nahrung

Die Evolution hat mit dem l√§ngeren Hals und den den hohen Gliedma√üen die Giraffen konkurrenzlos angepa√üt f√ľr die Nahrungsaufnahme in den Baumkronen. Zum Speiseplan geh√∂ren Bl√§tter, Triebe und Rinde von B√§umen und Str√§uchern.  Die Westafrikanische Giraffe ist besonders an Trockenheiten gew√∂hnt, ihren Bedarf an Wasser entnimmt sie meist aus der Nahrung. Nur wenn sie sich absolut sicher f√ľhlen und die Notwendigkeit gegeben ist, trinken sie auch aus einem Wasserloch. In dieser sensiblen Situation, in der sie ihre Vorderbeine weit spreizen m√ľssen, sind sie verwundbar f√ľr L√∂wen und Hy√§nen.

Westafrikanische Giraffe - Giraffa camelopardalis peralta

Westafrikanische Giraffe im Senegal

Westafrikanische Giraffe - Giraffa camelopardalis peralta

Westafrikanische Giraffe - Giraffa camelopardalis peralta

 

Artenschutz

Obwohl sich die Best√§nde leicht erholen und ein striktes Jagdverbot besteht, ist diese Unterart weiterhin extrem stark bedroht, weil der Mensch immer h√§ufiger ihren Lebensraum f√ľr Landwirtschaft und Viehzucht nutzt. Es gibt zwar verschiedene Wiederansiedlungsprogramme in einigen L√§ndern Westafrikas, doch die Populationen sind noch so klein, das derzeit immer noch die gro√üe Gefahr besteht, dass diese Art vor dem Aussterben steht. Vorbildlich scheinen die Bem√ľhungen in der Republik Niger zu sein, wo sich die Best√§nde leicht erholen und die Populationen sich stabilisieren.

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