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Sperbertaube - Geopelia striata

 Systematik

Geopelia striata

 

Ordnung :

Columbiformes - Taubenvögel

Familie :

Columbidae - Tauben

Gattung :

Geopelia

Art :

Geopelia striata

 

 

Trivialname

 

deutsch :

Sperbertaube, Zebratäubchen

englisch :

Barred Ground Dove

französisch:

Colombe zébrée

swahili :

 

afrikaans :

 

creolisch :

Tourtrel Koko    (Seychellen)

 

 Vorkommen

Die Sperbertaube hat ein gro√üen Verbreitungsgebiet, es reicht vom Indischen Ozean bis in den Pazifik. Die eigentliche Heimat liegt in S√ľdostasien. Ihr westlichstes Vorkommen liegt auf den Seychellen und auf Mauritius im afrotropischen Raum, wo sie allerdings schon vor l√§ngerer Zeit eingeb√ľrgert wurden. Inzwischen ist die Sperbertaube auf den Seychellen keine Seltenheit, sie ist sehr anpassungsf√§hig und bewohnt fast jede Landschaftsform. Man findet sie in lichten W√§ldern, im Buschland, in Parks und G√§rten,  an den Str√§nden wie auch im Siedlungsbereich des Menschen.

 

 

Fundort

 

Inseln Praslin, La Digue, Mah√©  Seychellen 2013

 

 

Sperbertaube

Eine Sperbertaube sucht Nistmaterial im Oktober 2014 auf der Insel Praslin, Seychellen

 

 Beschreibung

Die Sperbertaube ist eine kleine, aber kompakte zierliche Art, die eine K√∂rpergr√∂√üe von etwa 20 - 22 cm erreichen kann mit einer Fl√ľgelspannweite von etwa 25 cm. Auff√§lligstes Merkmal dieser Art sind die hellen und dunkelbraun ges√§umten Federn an der K√∂rperoberseite, an den Flanken und den Halsseiten. Dieser sperber√§hnlichen F√§rbung verdankt sie auch ihren Namen. Ansonsten sind die Fl√ľgeldecken, der R√ľcken und die Oberseite der relativ langen Schwanzfedern graubraun gef√§rbt. Der Oberschnabel ist an der Basis, wie auch der Bereich um die Augen bl√§ulich gef√§rbt. Sperbertauben haben keinen erkennbaren Sexualdimorphismus, denn beide Geschlechter √§hneln sich sehr stark.

In ihrer Lebensweise ist die tagaktive Sperbertaube sehr gesellig und selbst gegen√ľber anderen Vogelarten nicht aggressiv. Nicht selten traf ich diese Art auch in Gruppen von dutzenden V√∂geln an und oftmals auch in Gesellschaft mit der gr√∂√üeren Madagaskar Turteltaube und dem Madagaskar Weber.

In ihrem Verhalten ist sie extrem anpassungsf√§hig und auch dem Menschen gegen√ľber als Wildvogel sehr zutraulich. Zum Teatime versammelten sich die V√∂gel gerne zu uns und wie alte Bekannte erhofften sie sich  einige Kr√ľmel vom Teegeb√§ck zu erhalten. Wie auf dem unteren Foto zu sehen, gehen sie auch ohne Scheu f√ľr ein Leckerbissen auf die Hand. Solch eine Zutraulichkeit selbst zu fremden Menschen, habe ich von Wildv√∂geln bisher nur auf den Seychellen erlebt.

Sperbertaube

Ohne Scheu gehen Sperbertauben auf den Seychellen auch bei v√∂llig fremden Menschen f√ľr ein Leckerbissen auf die Hand.

 

Fortpflanzung

Es werden einfache Nester gebaut, die in nicht gro√üer H√∂he in Str√§uchern und B√§umen aus Bl√§ttern und Grashalmen angelegt werden. Die Reproduktionszeit ist relativ kurz. Die beiden Eier eines Geleges werden in einer Zeit von etwa 14 Tagen ausgebr√ľtet.

Der Nachwuchs verläßt dann schon nach weiteren 14 Tagen der Aufzucht das Nest und im Alter von 3 bis 4 Monaten kann man die Jungvögel im Gefiederkleid kaum noch von den Elterntieren unterscheiden.

 

Nahrung

Sperbertauben suchen ihre Nahrung am Boden. Ihre Ernährung besteht hauptsächlich aus Sämereien und nur gelegentlich essen sie auch Wirbellose (Insekten).

 

Sperbertaube

Sperbertaube - Geopelia striata auf den Seychellen. Selbst an den feinen schneeweißen Sandstränden kann man die Sperbertauben beobachten.

Sperbertaube

Sperbertaube

Sperbertaube

Eine Sperbertaube sucht in den Ritzen der Gehwegplatten nach verwertbarer Nahrung.

 

Fotos : (c)  Michael K√ľrschner, safari-afrika.de

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